Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein
Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein

Der Waldheimat-Preis

Eine große Auszeichnung hat Hermann Hupf aus Seiboldsried im Bauersaal in Lindberg in Empfang genommen. Die Waldvereins-Sektion Lindberg-Falkenstein verlieh ihm, umrahmt von der Lindberger Klarinettenmusi und den Woid-Vereins-Ariensängern, den Lindberger Waldheimatpreis.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeisterin Gerti Menigat, zweiter Bürgermeister Hermann Kastl, Gemeinderäte Heinz Gußmann, Johann Müller und Gerd Lorenz, erklärte Günther Hannes mit echter eigener Begeisterung, warum Hermann Hupf den Lindberger Waldheimatpreis verdient: „Hermann Hupf ist ein unentbehrliches Mitglied in seiner Heimatgemeinde. Die Wurzeln seiner musikalischen Karriere liegen im Elternhaus begründet, in dem schon seine Mutter als gute Sängerin und Gitarrespielerin bestens bekannt war und sein Vater auf dem Knopf-Akkordeon und der Böhmischen Harmonika sowie der Geige aufspielen konnte und viele seiner Musikstücke vom Bayerischen Rundfunk aufgenommen wurden.

Seine Berufung zum Musiker begann bereits im Kindesalter. Er erlernte das Akkordeon, spielte in der Jugendbläsergruppe Tenorhorn und begleitete die bekannten „Hirmonsänger" instrumental. Von seinem Vater erhielt er mit 17 Jahren eine Steyrische Harmonika, die bis heute sein Lieblingsinstrument ist. In den kommenden Jahren gründete Hermann Hupf zahlreiche Gruppen und spielte auch deftige Unterhaltungsmusik auf Volksfesten. 2004 gründete sich in Bischofsmais eine markante Bläsergruppe mit Namen „Hirmon-Blosn", der er bis heute angehört.

Des weiteren ist er im Musik-Referat des Bayerischen Waldgaues tätig, organsiert im Kulturausschuss verschiedene Baderhaus-Veranstaltungen mit und initiierte 2009 erstmals den „Bischofsmaiser Musiktag", den man auch das kleine „Drum herum" nennt. Als staatlich geprüfter Musiklehrer in seiner eigenen Musikschule begeistert er Kinder und Jugendliche für die waldlerische und echte bayerische Volksmusik.

Bürgermeisterin Gerti Menigat freute sich, dass Hermann Hupf, der mit seiner engagierten Jugendarbeit der Region einen großen Dienst erweist, in die Schar der Preisträger aufgenommen wird und wünschte ihm alles Gute und viel Erfolg bei seiner Arbeit. Für Bürgermeister Walter Nirschl war es eine Ehre bei der Preisverleihung seines Freundes und Nachbarn mit dabei zu sein. Hermann Hupf und er sind gemeinsam aufgewachsen, haben miteinander den Musikunterricht besucht und bildeten sozusagen die erste Boy Group im Bayerwald. „Du hast einen hervorragenden Namen in Bischofsmais und in deiner Musikschule. Mach weiter so und herzlichen Dank auch vom Gemeinderat" sagte der Rathauschef herzlich.

„Der Name Hupf steht für Qualität und ist weit über die Grenzen hinaus bekannt" sagte der zweite Geschäftsführende Vorsitzende des Bayerischen Wald- Vereins Alfred Resch. Hupfs musikalische Erziehung der Jugend zur traditionellen Volksmusik ist ein großes Verdienst für die Heimat und darum ist er ein würdiger Preisträger für den Lindberger Waldheimatpreis. Die Laudatio auf den Geehrten hielt Bürgermeisterin Gerti Menigat: „Sie haben in ihrem jahrzehntelangen Wirken auf dem Gebiet der waldlerischen Volksmusik ihrer Heimat und deren Bewohner wertvolle Dienste erwiesen. Hervorzuheben ist Ihr engagierter Einsatz in der Kinder- und Jugendausbildung auf der Grundlage waldlerischen Liedgutes, womit Sie eine solide Basis für die Zukunft der traditionellen Volksmusik im Bayerischen Wald schaffen. Bestätigung findet dies unter anderem in der Würdigung Ihrer Nachwuchsgruppe „Hoiwa-Buam" durch den Erwerb der Trophäe „Zwieseler Fink" im Jahr 2009 und durch die Auszeichnung mit einem Ehrenpreis für die Gruppe „Dö jungen Bischofsmaiser Ziachmusikanten" im Jahr 2013.

Unter großem Applaus überreichte Günther Hannes zuerst die Urkunde und dann eine wunderbar geschliffene blaue Schale, die von Stefan Paukner aus Lindberg kunstvoll graviert wurde, an den neuen Träger des Lindberg Waldheimatpreises Hermann Hupf. Bewegt bedankte sich Hermann Hupf für die große Ehre. Das Jahr 2014 hielt nicht viel Gutes für ihn bereit, Krankenhausaufenthalte und der Tod seiner Mutter im September haben ihm schwer zugesetzt. Und darum freute er sich besonders über diese Auszeichnung, die er seinen Eltern widmete, denen er so viel zu verdanken hatte. Hermann Hupf freute sich über die Anwesenheit seiner Geschwister Bert und Sophie und bedankte sich bei den Vereinsvertretern des Trachtenvereins, Musikvereins, des Bayerischen Waldgaus und dem Kulturausschuss, die ihn zu der Preisverleihung begleitet haben. Besonders dankte er seiner Partnerin Ingrid, den Musikanten der Hirmoblosn und Irmgard für ihr Kommen.

Nach der Gratulationstour sang ihm seine Ingrid gemeinsam mit Irmgard ein wunderschönes Ständchen. Anschließend ging seine Partnerin ans Redepult und Hermann Hupf bekam eine humorvolle und überaus herzliche Liebeserklärung zu hören, die mit den Worten endete: „I han leider koan Preis und a koa Gschenkfürdi, oba i han mirdenkt, du host oh eh mi, dei Ingridal!"

Lange hörte man im Gasthaus Bauer im Anschluss noch die vielen Gruppen singen und musizieren. Weitere Ehrengäste des Abends waren geschäftsführender Vorsitzende des Bayerischen Waldvereins Georg Pletl, die Preisträger Anna Straub und Thomas Liebl sowie Kulturbeauftragter Franz Hollmayr aus Bischofsmais  gh.

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