Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein
Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein

Nach Corona: Jahreshauptversammlung 2022 möglich

Zur Jahreshauptversammlung lud der Verein ins Gasthaus Bauer in Lindberg ein und konnte mit einer Vielzahl Anwesender einen recht schönen Abend erwarten. „Dö 3 Oidn“ begannen diesen ehrenvollen Tag der Sektion mit gemütlicher Stubenmusik und stellten somit den gelungenen Auftakt des Abends dar.

Die Grußworte des Vorstandes Hannes Günther, gefolgt der Grußworte des 2. Bürgermeisters Eugen Stadler, leiteten gebührend das Programm ein und vermittelten sofort die große Anerkennung, die der Waldverein mit seinem Wirken und seiner Arbeit erzielt.

Nach den Begrüßungsworten wurde den verstorbenen Mitgliedern der Sektion in einer Schweigeminute gedacht.

Des Weiteren wurden einzelne Berichte des Vorstandes und der Vorstandschaftsmitglieder vorgetragen. Der erste Vorsitzende Günther Hannes informierte über all die durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen, die der Waldverein durchführen und unterstützen konnte. Schriftführer Daniel Weininger gab Einblick in die durchgeführten Sitzungen und Wanderführerin Liselotte Brandl erzählte von ihren Waldvereinswanderungen und gab schon einmal einen Einblick welche Wanderideen sie für die kommende Zeit vorhat.

Danach folgte die Jugendwartin Sonja Steiner, die von ihren Veranstaltungen der Jugend und der Kindergruppe erzählte und ebenfalls bereits viele Vorhaben für die Zukunft preisgab. Der Mitgliederverwalter Max Straub vermittelte die aktuellen Mitgliederzahlen und Statistiken rund um die Mitglieder der Sektion. Zum Schluss der Berichterstattung kam noch der Schatzmeister Hackl Patrick zu Wort, der die Ein- und Ausgaben der Sektion darstellte. Durch den Kassenprüfer Eugen Stadler wurde der gesamte Vorstand entlastet.

Nach einer Pause, in der das Musikertrio mit natürlich bereichernder Musik die Stimmung hochhielt, ging es dann weiter.

Der erste Vorsitzende Günther Hannes vertrat dann den leider verhinderten Norbert Schreiber, welcher der Hauptakteur des Internet Auftritts des Vereines ist. Mit einem sehr spannenden Einblick über den Inhalt der Website des Waldvereines fand Günther Hannes viele aufmerksame und beeindruckte Zuhörer. Durch die vielen wählbaren Foren, die diese Homepage bietet, kann sich der Besucher durch vielfältiges Informationsmaterial in Form von Fotos, Videos oder Texten rund um den Bayerwald, die Kultur, die Vogelkunde und den Nachbarstaat Tschechien, um ein paar  der vielen Foren zu nennen, informieren und so seinen Wissenshorizont erweitern.

Zum Schluss des Abends bestätigte man den Zuwachs in der Vorstandschaft durch die Hüttenwarte Herbert und Reinhard Moser, welche einstimmig in die Funktion des Hüttenwartes gewählt wurden.

Wünsche und Anträge gab es dann im Rahmen der 44 Anwesenden nicht zu vermelden, sodass man sich zum Ausklang nochmals den melodischen Klängen widmen konnte.

Endlich wieder "Habe die Ehre"?

Lindberg, im Februar 2022

Liebes, verehrtes Mitglied,

wie wir Ihnen im Dezember versprochen haben, legen wir los, wenn die Corona-Regeln gelockert werden und packen gleich an. Deshalb erhalten Sie dieses Programm bereits einen Monat vor Beginn des II. Quartals. Wir haben versucht, die unterschiedlichen Interessen unserer Mitglieder zu berücksichtigen und hoffen jetzt halt, dass womöglich gleich mehrere Veranstaltungen Ihr Interesse finden werden und wir uns schon recht bald ein freudvolles „Grüß Gott“ sagen dürfen.

Übrigens: Respekt und Anerkennung, verbunden mit einem ganz herzlichen Dankeschön an Sie, verehrtes Mitglied, für Ihre Treue, die Sie dem Verein auch in den schwierigen Zeiten haben zukommen lassen. Dies erfüllt die Vorstandschaft mit Freude und lässt sie mit Schwung und Elan an ihre Aufgaben herangehen.

Eine Information für Sie: Unser Verein hat in den vergangenen 30 Jahren einige hundert Ruhebänke angefertigt und sie auf Wander- und Spazierwegen aufgestellt. Vollends auf Kosten des Vereins und völlig kostenlos für die Gesellschaft. Da hat uns vor ein paar Tagen die freudige Nachricht erreicht, dass unser Antrag auf Gewährung eines Zuschusses von den ILE Nationalparkgemeinden Berücksichtigung gefunden hat und wir mit einem größeren Geldbetrag rechnen dürfen. Es steht nämlich im Frühjahr eine größere Investition an, um Material für die nächsten Jahre anzuschaffen. Genaueres werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen können, bedanken uns aber schon jetzt ganz herzlich bei den Entscheidungsträgern von ILE. 

Jetzt aber freuen wir uns erst einmal auf einen bunten Frühling und die Vorstandschaft extra noch auf ein baldiges Wiedersehen mit Ihnen, verehrtes Mitglied. Bleiben Sie gesund und munter!

Günther Hannes und die Vorstandschaft

Beim Emmausgang (Ostermontag) sind wir doch wieder dabei, oder?

Stoßbull-Turnier - Da ist äußerste Konzentration bis in die letzte Haarspitze gefragt

 

„Aria vel Air. Ist eine hübsche Weise oder Melodey, welcher einer aus seinem eigenen Kopffe also singet“ (Michael Prätorius 1619).                                                                                                                                                                                                „A Ari(e), des is so a schene Musi´ und des is koa Liad und koa Tanz…“ (Johann Baumeister, Bayerischer Wald, 1972)

Den „Ariengsang im Vereinshüttl“ (hier im August 2013) haben wir nicht nur zum Erhalt der waldlerischen Ari im Programm, sondern auch im Gedenken an unseren unverwüstlichen Sänger, Musikanten und Freund Sepp Hackl (an der Zither)

Von vielen Menschen wird er als Arienkönig bezeichnet.

Emerenz Meier - der Widerspruchsgeist aus dem Bayerischen Wald

 

Emerenz Meier

wurde 1874 als Tochter eines Land- und Gastwirts in Schiefweg bei Waldkirchen im Unteren Bayerischen Wald geboren. Aus wirtschaftlichen Gründen wanderte sie 1906 in die USA aus, wo sie 1928 in Chicago stirbt, ohne ihre Heimat je wiedergesehen zu haben.

Herausgegeben von Hans Göttler (Morsak Verlag)

Überarbeitete Ausgabe 2012 in zwei Bänden, jeder Band einzeln erhältlich.

Emerenz Meier, die Bayerwald-Dichterin, starb nicht in ihrer Heimat, sondern im fernen Chicago, ganz einsam. Dorthin war sie entflohen aus ihren engen, sie bedrückenden Familienverhältnissen und Heimat. Ihr lebenslanges Streben war, persönliche Unabhängigkeit zu erlangen und sich als freie, schreibende Dichterin selbst zu verwirklichen und eine Lebensgrundlage damit zu schaffen, wie der Herausgeber Hans Göttler im ersten Band ihrer Erzählungen im Vorwort schreibt.

 

Im Morsak-Verlag ist die zweibändige Ausgabe erschienen. Der Passauer Schriftsteller, der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Passau lehrt, hat Erzählungen und Erzählfragmente, Gedichte, Briefe und sonstige Dokumente veröffentlicht. Ihre kritische und ablehnende Haltung gegenüber autoritären Phänomenen in Staat, Politik, Gesellschaft, Kirche und Familienstrukturen liefen ihrer persönlichen freiheitlich geprägten Haltung total zuwider. Ihr Verständnis war das eines freien Menschentums. Ihr Leben wurde in Theaterstücken und Filmen festgehalten – ein lebendiger Widerspruchsgeist wird darin deutlich, der auch im Museum EMERENZ-STUBEN eine fundierte Dokumentation gefunden hat. Gleich, ob es sich um Kritik an der Kirche und ihrer Tradition, um die kapitalistischen Wirtschaftsweisen oder die Pädagogen handelt.

„Den ganzen Katholizismus soll milionenmal der Teufel holen“

„Und in Fabriken schwitzt die Menschenbrut. Es saugt das Kapital ihr rotes Blut.“

„Ich könnte den Malefiz Schulmeister, den tödlichen grad erdrosseln.“

 

(Siehe Bilderfolge)

Hans Göttler (HG) Emerenz Meier
Gesammelte Werke
Band I  Erzählungen Erzählfragmente
Morsak Verlag Grafenau 

Elementares: Flüsse im bayerischen Wald - ein Buch aus dem Lichtung-Verlag

Flüsse. Ein lichtung-Lesebuch

Hrsg. von Kristina Pöschl und Eva Bauernfeind

edition lichtung 2021, 192 S., 20 Euro, ISBN 978-3-941306-40-4

 

Flüsse begleiten uns ein Leben lang. Die Texte in diesem Lesebuch erzählen Geschichten rund um Flüsse in Südostbayern. Flüsse können ein Kraftquell oder eine Bedrohung sein, sie wecken Erinnerungen an die Kindheit, sind Tröster und Ruheoasen. Sie schaffen Verbindungen zu fernen Ländern, laden zum Wandern und zum Wassersport ein, sie sind der Grundstoff für Kunst, Literatur und Musik.

mit Texten von:

Rosa Maria Bächer, Günther Bauernfeind, Friedrich Brandl, Barbara Dorsch, Eva Maria Fischer, Anna Glockshuber, Hans Göttler, Fred Haller, Anton Halser, Hans Haslsteiner, Eckhard Henscheid, Helmut Hoehn, Marianne Hofmann, Anke Humpeneder-Graf, Karl Krieg, Barbara Krohn, Joachim Linke, Karl-Heinz Paulus, Claudia Pichler, Sabine Rädisch, Gertrud Royer, Roland Scheerer, Stefan Schober, Arthur Schnabl, Florian Sendtner, Wolfgang Sréter, Siegfried Völlger, Alfred Wolfsteiner

Das Lesebuch „Flüsse“ lädt dazu ein, sich auf eine kleine Reise zu begeben. Die Autorinnen und Autoren führen mit ihren Gedichten und Geschichten an Flüsse in Südostbayern.

An Flüssen halten wir Menschen uns besonders gerne auf. Das Wasser fasziniert uns, schon in der Kindheit. Erinnerungen tauchen auf: an paradiesische Kindheitstage, an Fische und Muscheln, Sandbänke und Uferverstecke. An Flüssen sind wir aber auch als Erwachsene noch gerne. Heute dienen sie der Erholung, sie sind Freizeitoasen und Orte der Entspannung. Wir wandern an Flüssen entlang oder erkunden die Landschaft vom Wasser aus, in Booten und Kanus, auf Stand-up-Boards.

Flüsse können aber auch furchterregend sein. Bei Hochwasser zeigt sich die Gewalt der Natur. Das Wasser zerstört Wohnungen, nimmt Liebgewonnenes einfach mit. Der Mensch reagiert kämpferisch auf diese Ohnmacht, er versucht, den Flüssen ihren Lauf vorzuschreiben, sie zu bändigen.

Gerne betrachten wir den Fluss als Sinnbild des menschlichen Lebens. Wie Flüsse sind wir unterwegs von der Quelle bis zur Mündung, wir speisen uns aus verschiedenen Seitenarmen, sind Teil eines großen Kreislaufs. Alles fließt, nichts bleibt, wie es ist. Das ist für uns Menschen eine erschreckende und zugleich tröstende Tatsache.

Auf ganz unterschiedliche Weise nähern sich die Autorinnen und Autoren in diesem Buch dem Thema „Flüsse“. Die Leser können sich überraschen lassen, an welche Flüsse, auf welche Wasser sie geführt werden. Sie dürfen sich einlassen auf literarische Spaziergänge, sich treiben lassen durch das Buch, an manchen Ufern vielleicht länger verweilen. (Verlagsinformation Lichtung Verlag)

Ausgezeichnet durch die Verlagsprämie des Freistaats Bayern 2020.

Unerklärliches, Spukgeschichten, Rätselhaftes

Rätselhafte Erzählungen von Siegfried von Vegesack und anderen Geschichtensammlern

Band 8 der Reihe „Weißensteiner Miniaturen“

Hrsg. vom Förderverein Weißensteiner Burgkasten „Rettet das fressende Haus“, 2021, 176 S., 14,95 Euro, ISBN 978-3-941306-45-5

Zu jeder Burg gehören Spukgeschichten. So ist es auch bei der Burg Weißenstein, in deren Turm der Schriftsteller Siegfried von Vegesack lebte. In diesem Band stellt Karl-Heinz Reimeier Sagen rund um die Burg vor und untersucht Unerklärliches im Werk von Vegesack. Außerdem wirft er einen Blick auf die Sagenwelt des Baltikums. Besonders geht er auf die „Weihrazgeschichten“ und andere Geistergeschichten aus dem bayerisch-böhmischen Grenzgebiet ein. Preis  14,95 €

Zum Saison-Abschluss rauf auf den Hausberg

 

Am traumhaft schönen Herbsttag des 30.10. konnte sich eine kleine Wandergruppe der Waldvereinssektion Lindberg Falkenstein zusammenfinden und den herrlichen Pfad zum Gipfel des Hausberges gemeinsam erklimmen, um dort den Jahresabschluss gebührend zu feiern. Oben eingekehrt, wurde man mehr als ausreichend durch zünftige Unterhaltung und leckerem Speiß und Trank für die vorherigen Strapazen belohnt. Ein mehr als gelungener Tag mit vielen Erlebnissen, die in Erinnerung bleiben werden.

Schachtenpflege 2021

Grandiose Schachtenpflege-Aktion

Der Bayer. Wald-Verein und die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald haben eingeladen, doch niemand hätte glauben wollen, dass sich trotz miserabler Wetterprognose gleich 78 Frauen und Männer einfinden sollten, um den Schachten, ehemaligen Weideflächen im Bayerischen Wald, ihr charakteristisches Aussehen zu sichern. Dabei war die Wald-Vereins-Sektion Regen noch gar nicht dabei, waren  doch einige davon auf ihrer traditionellen Rad-Wallfahrt nach Maria Plain unterwegs. Sie werden voraussichtlich 14 Tage später am Jährlingschachten im Einsatz sein. 

Bereits um 8:00 Uhr in der Früh sind sie da in Scheuereck bei Lindberg, die Idealisten; sie sind u. a. angereist aus den Räumen um Passau bis hinauf nach Bogen oder im Westen aus Plattling. Aber auch viele Einheimische aus dem Zwieseler Winkel sind gekommen und folgen jetzt der Einweisung durch Jochen Linner, dem Naturschutzreferenten des Nationalparks. Der Lindberger Bürgermeister Gerd Lorenz stellt die Bedeutung des Kulturgutes Schachten für seine Gemeinde heraus und ist voll des Lobes für den Einsatz der Helfer. 

Im Nu sind Fahrgemeinschaften gebildet. Es geht hinauf auf den Albrechtschachten. Die Sektion Lindberg-Falkenstein übernimmt unter Anleitung des Nationalpark-Forstfachmannes Helmut Hackl den unteren Schachtenteil, Georg Jungwirth weist alle anderen am oberen Teil ein. Jetzt beginnt ein reges Treiben, bei dem unerwünschter Jungwuchs, bestehend aus Ebereschen, Fichten, Buchen u. s. w., per Astschere oder Freischneider entfernt werden. Auch die Heidelbeere, die sich in den letzten Jahren übermäßig ausgebreitet hat, wird streifenweise entfernt, damit sich Borstgras und andere einst eingesessene Pflänzchen wieder ansiedeln können. Das Schnittgut wird meist mit der Heugabel aufgenommen und an den Waldrand verfrachtet, wo es als Unterschlupf für so manches Waldgetier dienen kann. Auch die Motorsäge muss angeworfen werden, um größere Fichten und überständige Buchen zu fällen, die das charakteristische Schachtenbild beeinträchtigen. 

Am unteren Teil des Ruckowitzschachtens weiden die Rinder, im oberen Bereich ist die Bergwachtbereitschaft Zwiesel im Einsatz. Trotz weiterer Verpflichtungen an diesem Tag konnten von Blacky und Richard dennoch 11 Kräfte mobilisiert werden, die sich auf dieser großen Schachtenfläche abrackern mussten. Die gute Laune, die sie ausstrahlen, verrät nichts von der harten Arbeit. 

Den weitesten Anreiseweg haben die Recken von der Wald-Vereins-Sektion Mitterfels zu bewältigen; eine gute Stunde sind sie auf der Straße unterwegs. Sie haben die Patenschaft über den Rindlschachten übernommen und sind heute mit 17 arbeitswilligen Kräften da. Diese werden auch dringend gebraucht, gilt diese Fläche auch als diejenige, auf der die störenden Pflanzen  vital wachsen und sich schnell ausbreiten. Der Transport des Schnittgutes wird durch den Bewuchs mit dichtem, hüfthohem Heidelbeergebüsch wesentlich erschwert, was den schweißgebadeten, schnaufenden Abtransporteuren anzusehen ist.

Den Blick in die Richtung des Rachel gerichtet, weiß man, dass am Lindberg-Schachten die Bürgergemeinschaft Buchenau zu Werke geht. Weil der Abtransport der größeren Baumteile per Hand nur aufwändig durchzuführen war, haben sie sich auf ein kleines, geländegängiges Transportmittel besonnen und dadurch viel Zeit und Kraft eingespart. Aber auch hier mussten kleinere Bäumchen ausgezwickt und Heidelbeersträucher geschnitten werden. 

Die Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein hatte die ganztägige Organisation der Verpflegung inne. Am Vormittag muss die Brotzeit auf den Schachten eintreffen, und für den frühen Nachmittag stand das Abschluss-Essen auf dem Programm. All die Jahre vorher haben sich dazu die Einsatzkräfte am Schachtenhaus zusammengefunden. Coronabedingt sollte aber in diesem Jahr der Abschluss am jeweiligen Schachten stattfinden. Dazu haben die Lindberger Tische und Bänke aufgestellt, Geschirr und Besteck ausgebreitet, um den warmen Leberkäs mit Kartoffelsalat zu servieren. Viel Applaus gab es auf jedem Schachten, als kundgetan wurde, dass der Leberkäs bis Mittag einzig und allein für die Schachtenpfleger  im Holzbackofen der Lindberger Metzgerei Schreder zubereitet und von dieser zugleich auch noch gesponsert wurde. Überhaupt sind die Rückmeldungen voll des Lobes sowohl über die Gastfreundschaft wie auch die Wertschätzung, die ihnen von den  Lindbergern entgegen gebracht wurde. Der Dank richtet sich aber auch an die Nationalparkverwaltung, die, angeführt von Jochen Linner, sowohl personell wie auch finanziell maßgeblich am Erfolg der Aktion beteiligt ist. Dass sich auch noch der Bürgermeister die Zeit genommen hat, um auf jedem Schachten den Dank der Gemeinde auszusprechen, hat einem sonnigen, erfolgreich verlaufenen Tag schier die Krone aufgesetzt.

Günther Hannes

Wanderungen

Vogelkunde

Foto: Hans-Werner Neumann (c.)

Der Hörfunktechniker Hans-Werner Neumann greift in seiner Freizeit gerne zur Kamera statt zum Studiomikrofon und fotografiert die Welt der Vögel. Dankenswerterweise erlaubt er dem Bayerischen Wald-Verein die Fotos hier ins Netz zu stellen. Wir ergänzen um einige Informationen und vielleicht findet das eine oder andere Mitglied den Vogel auch in der Natur. Bilder aus unserer Umwelt und Natur von unseren Vereinsmitgliedern veröffentlichen wir gerne. Einfach mailen an Norbert Schreiber. Mailadresse: nlschreiber@t-online.de

Der Haussperling

Als typischer Kulturfolger lebt der Haussperling, im Volksmund auch Spatz genannt, schon lange in direkter Nachbarschaft mit den Menschen. Kein Wunder also, dass er vielfach Eingang in Geschichten und Sprichwörter gefunden hat. Dabei hatte der kleine Sperling, der so unschuldig vom Dach herunterruft, nicht immer ein gutes Image. Wer sich fragt, woher Redensarten wie „Dreckspatz“ und „Spatzen unterm Hut haben“ kommen, sollte sich mit der Vergangenheit des Spatzen beschäftigen.

14-16 cm groß
ganzjährig zu beobachten
in fast allen Siedlungsräumen zu beobachten

Aussehen
Haussperlinge wirken oft sehr gedrungen und haben einen großen Kopf. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben einen kräftig schwarz-braun gestreiften Rücken. Während die Weibchen sonst eher unscheinbar grau und braun sind, können die Männchen eine schwarze Kehle und einen schwarzen Latz, einen grauen Scheitel und graue Wangen sowie einen braunen Kopfstreifen vorweisen.

Verhalten
Der Spatz lebt gesellig und brütet gerne in Gemeinschaft mit anderen Paaren. Bei der Nistplatzwahl ist er nicht gerade wählerisch. Meist baut er sein Nest in Nischen oder Höhlen, vorzugsweise an Gebäuden oder in Baumhöhlen, ab und zu auch mal frei in Büschen oder Bäumen. Aber er nimmt auch gerne Nistkästen mit großer Öffnung an.

Lebensraum
Haussperlinge trifft man in fast allen menschlichen Siedlungsräumen an. Solange ganzjährig Sämereien und Getreidekörner vorhanden sind und ausreichend Nistmöglichkeiten bestehen, fühlen sie sich wohl. Daher eignen sich beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe, Kleingartenanlagen, Vorstadtbezirke und Parkanlagen als Lebensraum.

Gefährdung
Obwohl Haussperlinge zu den Kulturfolgern zählen, unterliegen sie einem negativen Bestandstrend. Gründe hierfür sind eine Nahrungsverknappung durch Flächenversiegelung und das Kurzhalten der Rasenflächen sowie ein Rückgang der Nistmöglichkeiten durch Abdichtung der Fassaden.

Zugverhalten
Haussperlinge sind Standvögel.

Nahrung
Haussperlinge haben ein vielfältiges Nahrungsspektrum. Hauptbestandteil sind vor allem Körner und Samen. Nur zur Jungenaufzucht verfüttern sie tierische Nahrung, beispielsweise Insekten und deren Larven. Bei einem beschränkten Nahrungsangebot, wie es oftmals in Städten der Fall ist, greifen sie auf Knospen, Haushaltsabfälle oder Brotkrümel zurück.

Stimme
Das typische „tschilp“ des Haussperlings dürfte den meisten bekannt sein, da es häufig aus der Hecke heraus oder vom Dach herunterschallt. Nur bei Erregung schlägt das Tschilpen auch mal in Gezeter um.

 

QUELLE: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/haussperling/

 

Nostalgie - Wie's früher war ... So wird's nie wieder sein

RETRO Bayerischer Rundfunk zeigt Nostalgie-Filme in seiner Mediathek      

Mit einer neuen RETRO-Serie öffnet die Mediathek des Bayerischen Rundfunks die Fernseharchive des Senders. Der Bayerische Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein macht sich auf Spurensuche und veröffentlicht Fundsachen aus dem Bayerischen Wald auf seiner Website www.waldverein-lindberg.de
 

BR retro: Die Wolfauslasser von Lindberg

Der Brauch hat sich bis heute erhalten im Bayerischen Wald: Das Wolfaustreiben am Ende des Weidejahres. In seiner Reihe retro zeigt der Bayerische Rundfunk die Lindberger Wolfauslasser. Der Brauch stammt aus einer Zeit, als noch Wölfe und Bären den Bayerischen Wald bevölkerten. Den Kühen wurden Glocken umgehängt, und die Hirten schnalzten beim Kuhabtrieb mit Geißeln in die Luft. Ein lauter Knall ist dann zu vernehmen.

Die neue Mannschaft vom Wald-Verein Sektion Lindberg Falkenstein voll Tatendrang

Von links, vorne: Lieselotte Brandl, Sonja Steiner, Hermann Ganserer

Hinten: Klaus Winterrot, Eugen Stadler, Roland Baumann, Max Straub, Pattrick Hackl, Daniel Weininger,

Tobias Schreder, Josef Ebner, Alois Däuschinger, Günther Hannes

Nach den Neuwahlen auf der Generalversammlung, am 15. August, und der Ausschuss-Sitzung, 24. August, verfügt die Sektion über eine homogene, von Tatendrang durchdrungene Vorstandschaft, die den Verein mit Leben erfüllen und die Ziele des Bayer. Wald-Vereins mit Nachdruck ansteuern wird.

Die Vorstandschaft


1. Vorsitzender: Günther Hannes, Zwieselauer Str. 7, 94227 Lindberg 09922 6473

2. Vorsitzender: Tobias Schreder, Kramaer-Str. 5, 94227 Lindberg 0151 4122457

Schatzmeister: Patrick Hackl, Reifberg 60, 94258 Frauenau 0171 4769525

Mitgliederverwaltung: Max Straub, Bergstraße 5, 94227 Zwiesel 09922 3654

Schriftführer: Daniel Weininger, Steinriegl 15, 94227 Zwiesel 0160 91356191

Kulturreferent: Wird später eingesetzt

Wanderführerin: Lieselotte Brandl, Bürgerholzring 17, 94209 Regen 0175 7629977

Jugendwart: Sonja Steiner, Oberlindbergmühle 5, 94227 Lindberg 0151 700177770

Naturschutzwart: Alois Däuschinger, Am Talübergang 3, 94227 Zwiesel 0175 5049858

Beisitzer: Josef Ebner, Lindbergmühle 25, 94227 Lindberg 0171 6972613

Hermann Ganserer, Oberlindbergmühle, 94227 Lindberg 09922 802336

Klaus Winterrot, Baderinn 11, 94227 Zwiesel 0171 6132885

1. Kassenprüfer: Eugen Stadler, Schleicher 1, 94227 Lindberg 09922 3054

2. Kassenprüfer: Roland Baumann, Stadtplatz 15/17, 94227 Zwiesel 0160 6655246

  

Ein Hoch auf den Ari`n-Gsang - So singt's und klingt's im Bayerischen Wald

Lindberg / Gr. Arber
Die Ari, auch als Urtyp waldlerischen Singens bezeichnet, stand am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens beim „Ari`ntag auf dem Arber“. Gleich drei Veranstalter zeichnen für den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung: Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz, der Volksmusikverein im Landkreis Regen und die Sektion Lindberg-Falkenstein im Bayer. Wald-Verein. Das Ziel ist, der Ari viele aktive Anhänger zu mobilisieren und sie als gedeihliches Kulturgut an die kommenden Generationen weiterzugeben. 

Eine große Schar von etwa 70 Sängern und Musikanten, die sich in der Eisensteiner Hütte versammelt haben, konnte Franz Schötz, Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, begrüßen. Sie kommen nicht, wie man landläufig annehmen könnte, nur aus dem Bayerischen Wald, sondern großenteils von weit her, aus ganz Niederbayern, der Oberpfalz und sogar weiten Teilen Oberbayerns. Sie gehören Musik- und Gesangsgruppen an, die meisten davon sind aber nur aus Freude am Singen auf den Arber gekommen. 

Vor dem gemeinsamen Singen und Musizieren geht Schötz auf die Ari selbst ein, indem er die Geschichte bemüht und Definitionen dazu ab 1619 (Pretorius) liefert. Heute sehen wir die Ari als Gegenstück zur oberbayerisch-österreichischen Weis und zum älplerischen Jodler. Sie kann instrumental geblasen oder gestrichen, 2-, 3- oder 4-stimmig vorgetragen werden. Beim Gesang spielt der Text eine eher untergeordnete Rolle, sie ist ein mehrstimmiges Klangerlebnis, koa Liad und koa Tanz. Wenn jemand sagt: „Der hat koa Ari net“, dann meint dieser nichts anderes, als dass dieser kein Musikgehör hat oder einfach nicht singen kann. 

Franz Schötz fügt mehrere Tondokumente von älteren Aufnahmen verschiedener ehemaliger Gesangs- und Musikgruppen in seinen Vortrag ein, um auf die Besonderheit so mancher Ari einzugehen. Die Lindberger Woid-Ariensänger sind zur Stelle und können stimmgewaltig aufzeigen, wie so manch vorgespielte Ari, vierstimmig gesungen, heute klingt. Und jetzt geht`s an Eingemachte.

Zehn Bläser, angeführt von Sepp Roider, packen jetzt ihre Instrumente ein und marschieren hinauf zur Zwieseler Hütte, wo sie heute ganz besondere Ari`n einüben werden, wie die „Wiesbauern Ari“, „Verlassn bin i“, die „Sattler-Ari“ und andere. Sie werden sich ob der anheimelnden Atmosphäre der Hütte und der angenehmen Betreuung durch das TV-Mitglied Johanna Unnasch heute pudelwohl fühlen. Sepp Roider: „Auch die Bläser haben es mir heute leicht gemacht; sie sind allesamt großartige Musiker!“ 

In der Eisensteiner Hütte wird gesungen. Als Vorlage dient eine Singblattsammlung, zusammengestellt von Ingrid Hupf, Roland Pongratz und Franz Schötz. Darin aufgeführt sind die Wiesbauern-Ari, die Bauern-, De oide Lindbergerin-, Lindberger Dorf-, Konzeller-, Plattenstoaner-, Stoariegl-, Stallwanger-, Waldhirta-Ari und S Vogerl am Kerschbaam, wovon einige mit recht lustigen Texten aufwarten. Können alle aufgeführten Ari`n heute gelernt und eingeübt werden? Kein Problem, denn hochkarätige Lehrerinnen, Simone Lautenschlager aus München und unsere unermüdlich in Sachen Volksmusik agierende Ingrid Hupf, die des Öfteren auch ein aufheiterndes Geschichtlein in ihr Publikum zu schicken weiß, tragen unangefochtene Kompetenz für diese Aufgabe. Auch Franz Schötz selbst bietet sich gerne an und studiert mit den Sängern so manche Ari ein. Alle drei haben eine fröhliche Ausstrahlung inne, die schon mit dem ersten Lied auf das Publikum überspringt. So werden wirklich alle „mitgebrachten“ Ari`n gelernt und teils 3- bis 4-stimmig gesungen und so manche gar trischneidig in der Tonhöhe gesteigert. Die Freude ob des wundervollen Gelingens steht allen ins Gesicht geschrieben. 

Gestärkt durch das deftige Mittagessen auf der Eisensteiner Hütte geht`s nun hinauf zur Zwieseler Hütte. Immer wieder wird ein Halt eingelegt, um die grandiose Aussicht auf den Bayerwald zu genießen. Der Blick wandert hinunter ins Eisensteiner Tal, hinüber zum Falkenstein und den Rachel. Vorbei an der Arber-Kapelle ist das Ziel bald erreicht. Da thront sie nun, auf dem steilen Hang unterm Arbergipfel, die Bodenmaiser Mulde schier beherrschend, das markante Felsengebilde mit dem Richard-Wagner-Kopf westlich davon zum Greifen nahe, die Zwieseler Hütte. Gerade hier, in ihrem Umgriff, soll das große Finale über die Bühne gehen. 

Es ist zwar wenig Platz geboten hier droben für die vielen Akteure, dennoch hat jeder schnell eine sichere Position gefunden. Und schon ist die Welt um den Arber erfüllt von den Klängen aus zehn Blasinstrumenten und den vielen Kehlen der Sänger. Voller Leidenschaft werden die gelernten Melodien hinaus posaunt in die bayerisch-böhmische Bergwelt. Wanderer, angelockt von den unvermuteten Klängen hier droben, stimmen mit ein und schwärmen von einem zufällig glücklichen Erlebnis. 

Auch wenn die Begeisterung noch lange angehalten hätte, war der Zeitpunkt doch gekommen, um voneinander Abschied zu nehmen. Franz Schötz bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung durch die Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein, beim Volksmusikverein im Landkreis Regen, vertreten durch Hans Pongratz (Sohn Roland war verhindert), vor allem aber bei den herzerfrischend auftretenden Musiklehrern Simone Lautenschlager, Ingrid Hupf und Sepp Roider wie auch bei den Lindberger Woid-Ariensängern. Ein besonderes Dankeschön lässt er Thomas Liebl und der Hohenzoller`schen Bergbahngesellschaft zukommen, ohne deren großzügige Unterstützung diese Veranstaltung kaum möglich zu machen wäre. Danke für die unentgeltliche Überlassung der Hütte und die angenehme Betreuung den Verantwortlichen des TV Zwiesel. Wie aber sollte Franz Schötz selbst für die Vorbereitung und die vorbildliche, stets aufheiternde Durchführung des Ari`ntags am Arber gedankt werden? Natürlich mit einem lange anhaltenden, tosenden Applaus!

Der große Gewinner dieser schönen Veranstaltung auf dem König des Bayerischen Waldes, dem Arber, war allerdings einmal mehr unsere Ari. Dieser Tag, ihr zur Ehre und zum Ruhme, hat gezeigt, dass wir frohen Mutes in die Zukunft schauen dürfen. Die Ari lebt!

Text und Fotos von Günther Hannes

Unser Juwel in Lindberg

In loser Folge zeigen wir Impressionen aus dem Bauernhausmuseum

Neue Dauerausstellung über den St.Gunther-Steig und das dörfliche Leben

Im Bauernhausmuseum Lindberg wird auf etwa 140qm die Geschichte und Lebenswelt einer dörflichen Gemeinschaft an einem bedeutenden Handelsweg (Gunthersteig) von Bayern nach Böhmen exemplarisch dargestellt. Während im Erdgeschoss das Leben in Küche, Stube, Schlafkammer, Speisekammer und Stall mit möglichst originalgetreuem Mobiliar und Hausrat nachgestellt wird, steht im oberen Stockwerk die Lebenswirklichkeit von Bauern, Handwerkern, Glasmachern, Wirten, Fuhrleuten, Jägern, Holzhauern und Grenzgängern im Mittelpunkt der neuen Ausstellung. Sie knüpft mit modernen Medienstationen eng an die Impuls- und Informationstafeln entlang des grenzüberschreitenden Gunthersteiges an. Ermöglicht wird das Projekt „Gunthersteig / Bauernhausmuseum Lindberg“ durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Ziel ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik 2014–2020 (INTERREG V).

Was wir wollen...wer wir sind...und was tun Sie?

Die Besucher-Zählmaschine hat sich umgestellt - die 100 000 Besucher sind erreicht - nun zählt die Maschine von vorne die neuen Besucherzahlen

Besucher

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Zwieselauer Str. 7
94227 Lindberg
Telefon: 099226473 099226473
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