Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein
Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein

Guten Appetit - Silberreiher mit Beute

c. Werner Neumann

Früher war der Silberreiher eine Ausnahmeerscheinung in Deutschland. Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Zahl der Beobachtungen deutlich zu. So ist er mittlerweile ein regelmäßger Wintergast und Durchzügler und sogar ein seltener Brutvogel hierzulande. Dieser große und schlanke Reiher ähnelt mit seinem komplett weißen Gefieder am ehesten dem Seidenreiher, der aber deutlich kleiner ist und sich auch durch seine langen Schmuckfedern im Nacken vom Silberreiher unterscheidet. 

Das Gefieder des Silberreihers ist komplett weiß. Er ist relativ groß und besitzt lange Beine und eine elegante Gestalt. Im Prachtkleid hat er lange, strahlige Schulterfedern. Während der Paarungszeit ist der kräftige Schnabel fast komplett schwarz, ansonsten ist er gelb. 

Er begibt sich in Flachwasserzonen von Seen, aber auch auf Weiden und Äckern auf Beutesuche. Er brütet in Kolonien in ausgedehnten Schilfflächen. Außerhalb der Brutzeit vergesellschaftet er sich auch häufig mit Graureihern. 

Seit einigen Jahrzehnten ist der Silberreiher regelmäßiger Durchzügler und Wintergast vor allem im Norden Deutschlands. Er hält sich meist in Flachwasserbereichen von Seen und Teichen oder auf Wiesen auf. 

Vor allem Vögel aus östlichen und südöstlichen Ländern ziehen durch Deutschland oder überwintern hier. 

Der Silberreiher ernährt sich in erster Linie von Fischen, Amphibien und Wasserinsekten. Manchmal fallen auch kleine Landtiere wie Wühlmäuse dem Silberreiher zum Opfer. 

Er ist nicht sehr ruffreudig. In der Kolonie gibt er krächzende Rufe wie „krha“ oder „krroo“ von sich.

(Quelle für den Text Homepage von NABU          Link:  https://www.nabu.de/      

Der Hörfunktechniker Werner Neumann greift in seiner Freizeit gerne zur Kamera statt zum Studiomikrofon und fotografiert die Welt der Vögel. Dankenswerterweise erlaubt er dem Bayerischen Wald-Verein die Fotos hier ins Netz zu stellen. Wir ergänzen um einige Informationen und vielleicht findet das eine oder andere Mitglied den Vogel auch in der Natur. Bilder aus unserer Umwelt und Natur von unseren Vereinsmitgliedern veröffentlichen wir gerne. Einfach mailen an Norbert Schreiber. Mailadresse: nlschreiber@t-online.de

  Aufbruch mit jungen Idealisten Günther Hannes muss nochmal angreifen

Lindberg, im September 2020

Liebes, verehrtes Mitglied,

kennen wir uns noch? Aber ja! Sind es doch nur zwei Jahre, die wir uns ein wenig aus den Augen verloren haben. Schließlich haben uns doch die drei Jahrzehnte vorher ganz schön zusammengeschweißt. Da freut es mich schon, wieder ein paar Wörtchen mit Ihnen wechseln zu dürfen.

Leider, wie sollte es auch anders sein, trifft auch uns diese Corona-Pandemie mit voller Wucht. Da haben wir bereits Probleme bei der Durchführung der Vorstandschafts-Sitzungen, den Abstandsregeln geschuldet. Und, aus dem eigentlich recht umfangreichen Mitmach-Programm ist wirklich ein „Corona-Veranstaltungs-Absage-Programm“ geworden. Gut, ein kleiner Rest ist noch geblieben und so fiebern wir halt alle besseren, Corona-freien, Zeiten entgegen.

Eine wahrlich schöne Nachricht darf ich Ihnen übermitteln: Sie brauchen sich um Ihren Verein, die Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein, keine Sorgen mehr zu machen! Die neue Vorstandschaft, zusammengesetzt aus überwiegend jüngeren Idealisten, steht. Und alle brennen schon darauf, richtig loslegen zu können, um dem Verein Impulse zu geben und ihn mit Leben zu erfüllen.

Ein Wermutstropfen, allerdings, haftet noch an dieser eigentlich so schönen Geschichte! Der 1. Vorsitzende, also ich, der alte Hase, sucht händeringend einen Nachfolger!

Bin ich bei Ihnen etwa schon an der richtigen Adresse? Dann schnell ans Telefon! Ich bin parat. 09922 6473.

Wissen Sie, dieser Posten wartet nicht nur mit Arbeit auf dessen Inhaber; im Gegenteil: Es bleiben die schönen Stunden nicht aus; es kommen viele freudige Erlebnisse auf ihn zu und die Anerkennung seiner Mitglieder wie der Gesellschaft ist ihm sicher. Außerdem: Der Anwärter für den 1. Vorsitzenden wird nicht gleich ins kalte Wasser geworfen, sondern kann wirklich ein ganzes Jahr lang als Beisitzer oder in anderer Funktion den Verein kennen, verstehen und lieben lernen. Also los! 09922 6473. Allein durch Ihren Anruf wird mir schon ein Stein von Herzen fallen.

Und noch ein Gedanke dazu: Wenn nicht Sie selbst, dann überlegen Sie bitte, ob sich in Ihrem Bekannten- oder Kollegenkreis eine geeignete Person finden würde.

Jetzt wünsche ich Ihnen noch viel Freude mit Ihrem Verein, alles Gute und vor allem:

Bleiben Sie gesund!

Ihr Günther Hannes und die ganze Vorstandschaft

Die neue Mannschaft vom Wald-Verein Sektion Lindberg Falkenstein voll Tatendrang

Von links, vorne: Lieselotte Brandl, Sonja Steiner, Hermann Ganserer

Hinten: Klaus Winterrot, Eugen Stadler, Roland Baumann, Max Straub, Pattrick Hackl, Daniel Weininger,

Tobias Schreder, Josef Ebner, Alois Däuschinger, Günther Hannes

Nach den Neuwahlen auf der Generalversammlung, am 15. August, und der Ausschuss-Sitzung, 24. August, verfügt die Sektion über eine homogene, von Tatendrang durchdrungene Vorstandschaft, die den Verein mit Leben erfüllen und die Ziele des Bayer. Wald-Vereins mit Nachdruck ansteuern wird.

Die Vorstandschaft


1. Vorsitzender: Günther Hannes, Zwieselauer Str. 7, 94227 Lindberg 09922 6473

2. Vorsitzender: Tobias Schreder, Kramaer-Str. 5, 94227 Lindberg 0151 4122457

Schatzmeister: Patrick Hackl, Reifberg 60, 94258 Frauenau 0171 4769525

Mitgliederverwaltung: Max Straub, Bergstraße 5, 94227 Zwiesel 09922 3654

Schriftführer: Daniel Weininger, Steinriegl 15, 94227 Zwiesel 0160 91356191

Kulturreferent: Wird später eingesetzt

Wanderführerin: Lieselotte Brandl, Bürgerholzring 17, 94209 Regen 0175 7629977

Jugendwart: Sonja Steiner, Oberlindbergmühle 5, 94227 Lindberg 0151 700177770

Naturschutzwart: Alois Däuschinger, Am Talübergang 3, 94227 Zwiesel 0175 5049858

Beisitzer: Josef Ebner, Lindbergmühle 25, 94227 Lindberg 0171 6972613

Hermann Ganserer, Oberlindbergmühle, 94227 Lindberg 09922 802336

Klaus Winterrot, Baderinn 11, 94227 Zwiesel 0171 6132885

1. Kassenprüfer: Eugen Stadler, Schleicher 1, 94227 Lindberg 09922 3054

2. Kassenprüfer: Roland Baumann, Stadtplatz 15/17, 94227 Zwiesel 0160 6655246

  

Neue Rubrik auf unserer Homepage: Natur und Umwelt

Nicht erst seit Corona ist uns bewusst geworden: Natur und Umwelt müssen geschützt werden. Jetzt suchen Urlauber neue Urlaubsziele und entdecken den Bayerischen Wald. Wild zugeparkte Parkplätze und einfach in der Natur entsorgter Müll zeugen davon, dass nicht nur Naturliebhaber den Bayerischen Wald besuchen. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, fanden Ranger auf einem nur einen Kilometer langen Wanderweg 150 Papiertaschentücher. 105 fand ein weiterer Ranger aiuf dem Winterwanderweg. Verpackungsmaterialien, Zigarettenkippen und leere Getränkeflaschen säumen die Wanderwege. Da die Taschentücher inzwischen chemisch behandelt werden, dauert es etwa drei Jahre bis sie verrotten. Ein Zigarettenstummel enthält 4000 Giftstoffe. 1 Stummel kann 50 Liter Trinkwasser verseuchen und Hundekot zersetzt sich erst in drei Monaten. Also liebe Touristen, seid wachsam, aufmerksam und verhaltete Euch der Natur und Umwelt gegenüber sorgsamer. Der Bayerische Wald-verein, Sektion Lindberg-Falkenstein will auf seiner Hompage jetzt öfter über solche Themen berichten. Daher haben wir einen neuen Menüpunkt NATUR UND UMWELT.

Dort finden Sie jetzt auch Informationen zum Thema "Versteinerte Vorgärten"

Herzlich willkommen - unsere neuen Mitglieder

 

Wir freuen uns, dass uns auch in diesem Jahr wieder nette Menschen ihr Vertrauen ausgesprochen haben, indem sie Mitglied der Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein geworden sind.

Wir sagen Grüß Gott und wünschen allen viel Spaß im Verein.

 

Felgenhauer Stefanie, Lindberg

Felgenhauer Marco, Lindberg

Felgenhauer Paula, Lindberg

Felgenhauer Heidi, Lindberg

Lohmüller Alois, Zwiesel

Rimpler Anne-Marie, Lindberg

Dr. Türk-Espitalier Alexandra, Lindberg

50. Jubiläum des Nationalparks

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist grenzenlos wild.
In Deutschlands ältestem Großschutzgebiet können sich
Wälder, Moore, Bäche und Seen nach ureigenen
Gesetzen zu einer einzigartigen Landschaft mit
außerordentlicher Artenvielfalt entwickeln. So wurde der
wilde Wald zum Rückzugsraum für viele vom Aussterben
bedrohte Tiere und Pflanzen. In ihrem Buch feiert
Alexandra von Poschinger nun das 50-jährige Bestehen
von Deutschlands erstem Nationalpark und mehr noch
dessen Erfolg jahrzehntelanger Beobachtungen und
Forschung im Ökosystem Wald. Denn weltweit steht der
Nationalpark Bayerischer Wald als wegweisendes Vorbild
für besonders gelungenen Naturschutz. In Reportagen,
Essays und Porträts gewährt das Buch Einblick in den
aktuellen Stand des Wissens aus Natur-, Klima- und
Umweltforschung und zeigt die Wichtigkeit von
Großschutzgebieten für den dauerhaften Erhalt unserer
Natur in ihrer Vielfalt auf.

Dazu kommen zahlreiche
Persönlichkeiten in Interviews und Gastbeiträgen zu
Wort und berichten, was wir vom Pionier für die Wälder
der Zukunft lernen können und was sie mit dem
Nationalpark verbinden, darunter Dirk Steffens, Sarah
Wiener, Tony Cragg oder Heinrich Bedford-Strohm. In
ihrem Vorwort hebt UN-Friedensbotschafterin Jane
Goodall die internationale Bedeutung dieses
herausragenden Projekts hervor. Mit sensationellen
Fotos von Rainer Simonis zeigt dieser Band schließlich
die ganze Faszination des Nationalparks. 

Jetzt wurde das Buch im Haus zur Wildnis der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

 

 

Alexandra von Poschinger lebt im
Bayerischen Wald und in München.
Nach ihrem Studium der Germanistik
und Geographie arbeitete sie zehn
Jahre lang für die Passauer Neue
Presse und den Bayerischen Rundfunk
sowie im Anschluss als PR-Redakteurin
und Projektmanagerin in einer
Agentur. 2012 machte sich die Journalistin,
Buchautorin und Kulturmanagerin selbstständig. Sie
schreibt für Tageszeitungen und Magazine sowie als
Buchautorin für renommierte Verlage, darunter den
Berliner DISTANZ Verlag und DIE ZEIT Verlagsgruppe.

 

Alexandra von Poschinger
Wilder Wald
Europas Pionier für die Wälder
der Zukunft
Gebunden, 224 Seiten,
mit 200 farbigen und 20 schwarz-weißen
Abbildungen
Preis € 40,- [D] 41,10 [A]
ISBN 978-3-95728-409-9
Erscheinungstermin 24. September 2020

 

Rainer Simonis kennt den
Nationalpark Bayerischer Wald fast
besser als sein Wohnzimmer.
Aufgewachsen in
Waldkirchen, verschlug es ihn nach
dem Studium der Forstwirtschaft
zurück in die Heimat. 1993 trat er den Dienst vor Ort an
und leitete von 1996 bis Juni 2020 die NationalparkDienststelle Finsterau.
Bei seinen täglichen Streifzügen
durch die Wälder nimmt er Flora und Fauna mit der
Kamera ins Visier. 

Informationen zum Coronavirus

Corona-Symptome   

 Das COVID-19-Virus kann bei jedem Menschen andere Auswirkungen haben.

Die meisten infizierten Menschen entwickeln leichte bis mittelschwere Symptome und werden ohne Krankenhausaufenthalt wieder gesund.

Häufigste Symptome: Fieber Trockener Husten Müdigkeit 

Seltenere Symptome: Gliederschmerzen Halsschmerzen Durchfall Bindehautentzündung Kopfschmerzen Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns Verfärbung an Fingern oder Zehen oder Hautausschlag

Informationen der Bayerischen Staatsregierung

Informationen der Bundesregierung 

Informationen zur Corona-App für I-Phones und Smart-Phones

Informationsportal des Robert-Koch-Instituts

Unterwegs am Osser

Fotoimpressionen in Zeiten von Corona

30 Jahre Fall des EISERNEN VORHANGS - Feier in Bayerisch-Eisenstein

Am 9.11.2019 jährte sich die Grenzöffnung am Bahnhof Bayerisch Eisenstein zum 30.ten mal. Der Bahnhof Bayerisch-Eisenstein war im Gebäude durch den Eisernen Vorhang getrennt. Eine Menschenkette feierte damals den Fall des Grenzzaunes zwischen Ost- und West. Zum diesjährigen Jubiläum trafen sich Deutsche und Tschechen um wieder zu feiern. Ein Videoflim von Norbert Schreiber.

Ein Hoch auf den Ari`n-Gsang - So singt's und klingt's im Bayerischen Wald

Lindberg / Gr. Arber
Die Ari, auch als Urtyp waldlerischen Singens bezeichnet, stand am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens beim „Ari`ntag auf dem Arber“. Gleich drei Veranstalter zeichnen für den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung: Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz, der Volksmusikverein im Landkreis Regen und die Sektion Lindberg-Falkenstein im Bayer. Wald-Verein. Das Ziel ist, der Ari viele aktive Anhänger zu mobilisieren und sie als gedeihliches Kulturgut an die kommenden Generationen weiterzugeben. 

Eine große Schar von etwa 70 Sängern und Musikanten, die sich in der Eisensteiner Hütte versammelt haben, konnte Franz Schötz, Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, begrüßen. Sie kommen nicht, wie man landläufig annehmen könnte, nur aus dem Bayerischen Wald, sondern großenteils von weit her, aus ganz Niederbayern, der Oberpfalz und sogar weiten Teilen Oberbayerns. Sie gehören Musik- und Gesangsgruppen an, die meisten davon sind aber nur aus Freude am Singen auf den Arber gekommen. 

Vor dem gemeinsamen Singen und Musizieren geht Schötz auf die Ari selbst ein, indem er die Geschichte bemüht und Definitionen dazu ab 1619 (Pretorius) liefert. Heute sehen wir die Ari als Gegenstück zur oberbayerisch-österreichischen Weis und zum älplerischen Jodler. Sie kann instrumental geblasen oder gestrichen, 2-, 3- oder 4-stimmig vorgetragen werden. Beim Gesang spielt der Text eine eher untergeordnete Rolle, sie ist ein mehrstimmiges Klangerlebnis, koa Liad und koa Tanz. Wenn jemand sagt: „Der hat koa Ari net“, dann meint dieser nichts anderes, als dass dieser kein Musikgehör hat oder einfach nicht singen kann. 

Franz Schötz fügt mehrere Tondokumente von älteren Aufnahmen verschiedener ehemaliger Gesangs- und Musikgruppen in seinen Vortrag ein, um auf die Besonderheit so mancher Ari einzugehen. Die Lindberger Woid-Ariensänger sind zur Stelle und können stimmgewaltig aufzeigen, wie so manch vorgespielte Ari, vierstimmig gesungen, heute klingt. Und jetzt geht`s an Eingemachte.

Zehn Bläser, angeführt von Sepp Roider, packen jetzt ihre Instrumente ein und marschieren hinauf zur Zwieseler Hütte, wo sie heute ganz besondere Ari`n einüben werden, wie die „Wiesbauern Ari“, „Verlassn bin i“, die „Sattler-Ari“ und andere. Sie werden sich ob der anheimelnden Atmosphäre der Hütte und der angenehmen Betreuung durch das TV-Mitglied Johanna Unnasch heute pudelwohl fühlen. Sepp Roider: „Auch die Bläser haben es mir heute leicht gemacht; sie sind allesamt großartige Musiker!“ 

In der Eisensteiner Hütte wird gesungen. Als Vorlage dient eine Singblattsammlung, zusammengestellt von Ingrid Hupf, Roland Pongratz und Franz Schötz. Darin aufgeführt sind die Wiesbauern-Ari, die Bauern-, De oide Lindbergerin-, Lindberger Dorf-, Konzeller-, Plattenstoaner-, Stoariegl-, Stallwanger-, Waldhirta-Ari und S Vogerl am Kerschbaam, wovon einige mit recht lustigen Texten aufwarten. Können alle aufgeführten Ari`n heute gelernt und eingeübt werden? Kein Problem, denn hochkarätige Lehrerinnen, Simone Lautenschlager aus München und unsere unermüdlich in Sachen Volksmusik agierende Ingrid Hupf, die des Öfteren auch ein aufheiterndes Geschichtlein in ihr Publikum zu schicken weiß, tragen unangefochtene Kompetenz für diese Aufgabe. Auch Franz Schötz selbst bietet sich gerne an und studiert mit den Sängern so manche Ari ein. Alle drei haben eine fröhliche Ausstrahlung inne, die schon mit dem ersten Lied auf das Publikum überspringt. So werden wirklich alle „mitgebrachten“ Ari`n gelernt und teils 3- bis 4-stimmig gesungen und so manche gar trischneidig in der Tonhöhe gesteigert. Die Freude ob des wundervollen Gelingens steht allen ins Gesicht geschrieben. 

Gestärkt durch das deftige Mittagessen auf der Eisensteiner Hütte geht`s nun hinauf zur Zwieseler Hütte. Immer wieder wird ein Halt eingelegt, um die grandiose Aussicht auf den Bayerwald zu genießen. Der Blick wandert hinunter ins Eisensteiner Tal, hinüber zum Falkenstein und den Rachel. Vorbei an der Arber-Kapelle ist das Ziel bald erreicht. Da thront sie nun, auf dem steilen Hang unterm Arbergipfel, die Bodenmaiser Mulde schier beherrschend, das markante Felsengebilde mit dem Richard-Wagner-Kopf westlich davon zum Greifen nahe, die Zwieseler Hütte. Gerade hier, in ihrem Umgriff, soll das große Finale über die Bühne gehen. 

Es ist zwar wenig Platz geboten hier droben für die vielen Akteure, dennoch hat jeder schnell eine sichere Position gefunden. Und schon ist die Welt um den Arber erfüllt von den Klängen aus zehn Blasinstrumenten und den vielen Kehlen der Sänger. Voller Leidenschaft werden die gelernten Melodien hinaus posaunt in die bayerisch-böhmische Bergwelt. Wanderer, angelockt von den unvermuteten Klängen hier droben, stimmen mit ein und schwärmen von einem zufällig glücklichen Erlebnis. 

Auch wenn die Begeisterung noch lange angehalten hätte, war der Zeitpunkt doch gekommen, um voneinander Abschied zu nehmen. Franz Schötz bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung durch die Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein, beim Volksmusikverein im Landkreis Regen, vertreten durch Hans Pongratz (Sohn Roland war verhindert), vor allem aber bei den herzerfrischend auftretenden Musiklehrern Simone Lautenschlager, Ingrid Hupf und Sepp Roider wie auch bei den Lindberger Woid-Ariensängern. Ein besonderes Dankeschön lässt er Thomas Liebl und der Hohenzoller`schen Bergbahngesellschaft zukommen, ohne deren großzügige Unterstützung diese Veranstaltung kaum möglich zu machen wäre. Danke für die unentgeltliche Überlassung der Hütte und die angenehme Betreuung den Verantwortlichen des TV Zwiesel. Wie aber sollte Franz Schötz selbst für die Vorbereitung und die vorbildliche, stets aufheiternde Durchführung des Ari`ntags am Arber gedankt werden? Natürlich mit einem lange anhaltenden, tosenden Applaus!

Der große Gewinner dieser schönen Veranstaltung auf dem König des Bayerischen Waldes, dem Arber, war allerdings einmal mehr unsere Ari. Dieser Tag, ihr zur Ehre und zum Ruhme, hat gezeigt, dass wir frohen Mutes in die Zukunft schauen dürfen. Die Ari lebt!

Text und Fotos von Günther Hannes

"Inseln im Wald-Meer"

Die Schachtenpflege wieder erfolgreich

Als „Inseln im Waldmeer“ hat sie unsere Heimatschriftstellerin Ingeborg Seyfert bezeichnet, die Schachten, die sich in den Hochlagen des Bayerischen Waldes wie Perlen aneinanderreihen. Als ehemalige Weideflächen gelten sie als besonders wertvolle Kulturdenkmäler und werden für geschichtliche wie  naturwissenschaftliche Dokumentationen herangezogen.

Damit die Schachten auch für spätere Generationen erhalten werden, lädt der Bayer. Wald-Verein jährlich einmal zur Schachtenpflege-Aktion ein. Und wirklich, mehr als 80 Frauen und Männer sind gekommen, um, ausgerüstet mit Motorsäge, Motorsense und anderem Gerät, die Schachtenflächen von größeren Bäumen Jungwuchs, Gestrüpp und überhandnehmenden Heidelbeersträuchern zu befreien. Um dabei das Ziel, die Entwicklung einer Borstgrasrasen-Gesellschaft zu fördern, darf das Schnittgut nicht an Ort und Stelle liegen bleiben, sondern muss sogleich an den Rand der Pflegefläche verfrachtet werden. Gerade in der wärmenden Herbstsonne allesamt schweißtreibende Tätigkeiten.

Sechs Schachtenflächen galt es zu bearbeiten: Die Dorfgemeinschaft Buchenau ist auf ihren Lindbergschachten gezogen, die Bergwachtbereitschaft Zwiesel auf den Ruckowitzschachten, dem die dort weidenden Rinder einen besonderen Charme verleihen. Mehrere Sektionen des Bayer. Wald-Vereins haben ebenfalls eine Patenschaft für einen bestimmten Schachten übernommen und haben dort geschuftet: die Sektion Mitterfels am Rindlschachten, die Sektion Regen am Jährlingschachten und die Sektion Lindberg-Falkenstein am Albrechtschachten. Im nördlichen Teil des Albrechtschachtens waren sogar Idealisten aus den Sektionen Passau, Ruderting, Kirchdorf und Zwiesel im Einsatz. Absolut verlässlich reisen auch unsere Plattlinger Freunde an. Erfrischend war der Auftritt von sieben jungen Praktikanten der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.Jochen Linner von der Nationalparkverwaltung, der bereits eine Woche vorher die Schachten begutachtet und danach einen Einsatzplan für jede einzelne Fläche erstellt hat, war mit der Ausführung der Arbeiten durch die Einsatzkräfte voll zufrieden.

Nach getaner Arbeit trifft sich am Nachmittag die gesamte Helferschar am Schachtenhaus zur Abschlussbesprechung. Die Sektion Lindberg-Falkenstein sorgt dort seit Anbeginn der gemeinschaftlichen Pflege-Aktion für die vorbildliche Bewirtung mit Grillfleisch und Getränken. Nicht mehr wegzudenken am nachmittäglichen Beisammensein sind die Kaffee- und Kuchendamen der Sektion Regen; ihr „Stand“ ist ständig von vielen Genießern umlagert.

Eine besondere Ehre für alle Teilnehmer war, dass sich der Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Dr. Franz Leibl, eingefunden hat. Ihm gilt der Dank des Bayer. Wald-Vereins für die stets harmonische Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung durch die Nationalparkverwaltung sowohl personell wie auch finanziell. Wie Dr. Leibl in seiner Ansprache betonte, wird der Schachtenpflege-Aktion von Seiten des Nationalparks eine wichtige Bedeutung beigemessen. Für seine Verdienste um die Schachtenpflege hat er den scheidenden Vorsitzenden des Naturschutzbeirates des Bayer. Wald-Vereins, Georg Jungwirth, mit einem herzlichen Dankeschön bedacht und ihm ein Geschenk überreicht.

Den Wert der jährlichen Schachtenpflege-Aktion zu schätzen, dies hat auch der Präsident des Bayer. Wald-Vereins, Helmut Brunner, durch seinen Besuch am Schachtenhaus zum Ausdruck gebracht. Er dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz zum Erhalt des Bayerwald-Kulturgutes Schachten und war u. a. erfreut darüber, dass es infolge umsichtigen Arbeitens zu keinem Unfall gekommen ist.

Fazit: Alle Teilnehmer der Aktion können auf einen arbeitsreichen, erfolgreichen, aber auch unvergesslichen Tag inmitten überwältigender Naturschönheiten zurückblicken.

 

 

Falkenstein - Blick aus dem neuen großen Fenster

Die Zimmer

Supermoderne Küche

Programm  

Ferienaktion  

Machen Sie mit!            

Bayer.Wald- Verein |
Sektion Lindberg- Falkenstein e. V. 

Zwieselauer Str. 7

94227 Lindberg

 

 

Wenn`s weihrazt Band 2

Neue Geschichten aus der Zwischenwelt Von Karl-Heinz Reimeier

Illustrator: Stockbauer, Siegfried Edition Lichtland, Preis 16,80 €

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir uns vorstellen wollen.

Unerklärliches. Übersinnliches. Überliefertes. Weihraz-Geschichten. Berichte von einer anderen Welt zwischen Leben und Tod. Türklinken knarzen. Fenster öffnen sich. Ein kalter Windhauch schleicht ins Zimmer. Die Uhr bleibt stehen. Ein Vorhang bewegt sich. Jemand stöhnt. Geschichten aus der Zwischenwelt werden von Generation zu Generation weitererzählt. Karl-Heinz Reimeier sammelt sie und schreibt sie auf. Er hat das Vertrauen der Menschen, die diese Geschichten kennen. Nach jeder Lesung aus Band 1 erfährt er neue Weihraz-G’schichten. Deshalb jetzt Band 2. Sie sind aus der Zeit gefallen, aber topaktuell. Moderne Physik erklärt unvorstellbare Phänomene. Der kalte Schauer bleibt. Verlag: edition Lichtland, gebunden, 383 Seiten

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Bayerwald-Geschichte

Bis auf den letzten Platz war das Gasthaus Weber in Buchenau gefüllt. Der Grund: Eberhard Kreuzer stellte sein neues Buch "Das Buchenauer Schachtenhaus" vor, bei dem der Bayerische Wald-Verein als Herausgeber auftritt. Dieser hatte eingeladen und zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald ein eindrucksvolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.


Der Präsident des Bayerischen Wald-Vereins, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, hieß alle Anwesenden im Gasthaus Weber herzlich willkommen. Besonders begrüßte er den Wald-Vereinsvorsitzenden Georg Pletl, den Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Franz Leibl sowie Adolf Treml, auf dessen Zeitzeugenberichte das neue Buch gründet.


Anschließend stellte Brunner den Autor und die Gestalter von "Das Buchenauer Schachtenhaus" vor: Eberhard Kreuzer, der die Geschichten von Adolf Treml aufarbeitete und auf Papier brachte, den Fotografen Fritz Saller, der eindrucksvolle und detailreiche Bilder beisteuerte und die Malerin Annemarie Pletl, die das Layout des Einbandes künstlerisch gestaltete.


"Heimatpflege, Heimatkunde, Wald- und Naturschutz sind zentrale Themen des Bayerischen Wald-Vereins. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Geschichte lebendig zu halten, um sie an kommende Generationen weiterzugeben. Eberhard Kreuzer hat es verstanden nicht nur wissenschaftlich korrekt, sondern auch nachvollziehbar und spannend darzustellen, wie das Leben damals auf dem Schachten war. Fast so, als ob das Haus sprechen könnte", honorierte Brunner den Autor.

Quelle: Bayerwaldbote

Kraftorte, Kultstätten und mehr ...

 

Wenig bekannte Ausflugsziele für Entdecker und Abenteurer im Bayerischen Wald und im Mühlviertel

von Marita und Günther Haller

 

Im Bayerischen Wald und im Mühlviertel findet der Wanderer noch die ruhigen, außergewöhnlichen und geheimnisvollen Plätze, wo schon unsere Ahnen Kraft für den Alltag schöpften. Die dunklen Wälder und bizarren Felsentürme regten von jeher die Menschen zu Sagen und Legenden an. In diesem schön gestalteten Bildband wird selbst der passionierteste Wanderer für sich noch Wege und Ziele finden, die er bisher noch nicht kannte. GPS-Daten und Kompass erleichtern ihr Auffinden.

Ziel der Autoren ist es, auch Kindern die Heimat erlebnisreich und liebenswert zu präsentieren, Familien auf Entdeckertouren aufmerksam zu machen, damit sie den Hauch des Abenteuers fühlen: Sie finden mystische Ruinen im Wald, welches Geheimnis verbergen Sie? Wer hat vor langer Zeit in der Abgeschiedenheit ein ganzes Dorf auf eine Felswand gemalt? Warum wird eine Höhle als Kraftort bezeichnet und was bedeuten die geheimnisvollen Gesichter an einer Burg? Was könnten 1000-jährige Linden auf einem früheren Richtplatz erzählen? Und Warum gibt es im Mühlviertel so viele Teufelsplätze? Sagen geben zum Teil Antworten auf diese Fragen. Geschichtliche Informationen, die zum Teil mit historischen Fotos belegt werden, zeigen, was wir an kulturellen Schätzen zu bieten haben.   

 

Unser Juwel in Lindberg

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