Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein
Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein

Arbeitseinsätze   Knöterichbekämpfung

Der Knöterich ein Wüterich

Bekämpfung im Regental ein Erfolg – Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein setzt Mähaktionen fort

 

Der Knöterich ist ein arger Wüterich, möchte man im Struwwelpeter-Deutsch reimen. Denn die Bekämpfungsaktion durch den Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein im Regental hat aufgezeigt, wie schwer der wild wuchernde Japanische Staudenknöterich, der bis zu vier Meter hoch wird, nachhaltig ausgerottet werden kann. Die Sensenmänner und -frauen vom Wald-Verein haben die Erfahrung gemacht, dass viel früher im Jahr mit dem Abmähen begonnen werden muss, schon Ende April bei einer Pflanzenhöhe von 10 bis 30 Zentimetern.

Der so genannte Sachalin-Knöterich ist zwar nicht komplett auf den Flächen ausgerottet, aber immerhin, der Vorsitzende der Wald-Vereins-Sektion, Günther Hannes, konnte bei einem Ortstermin mit Landrat Heinz Wölfl, Präsident des Bayerischen Wald-Vereins, und einer Gruppe von Naturschutzbeauftragten sämtlicher beteiligter Behörden feststellen: „Die einheimische Pflanzenwelt fasst wieder Fuß, weil auch umweltschonend mit der Handsense gearbeitet werden konnte.“ In enger Absprache mit der Nationalparkverwaltung und dem Naturschutzbeauftragten des Bayerischen Wald-Vereins, Georg Jungwirth, und allen beteiligten Behörden wurde das Ergebnis der Bekämpfungsaktion bei einem abendlichen Ortstermin gemeinsam überprüft. 260 Arbeitsstunden waren von den Vereinsmitgliedern bis jetzt zu leisten. Günther Hannes dankte allen Beteiligten für den freiwilligen Einsatz und dem Bezirk Niederbayern für die finanzielle Unterstützung.

Auf der Flussstrecke von Bayerisch Eisenstein bis Regen waren sieben große Knöterichfelder zu bekämpfen. Der Bayerische Wald-Verein ist Initiator der Aktion, die vom Bezirk Niederbayern sowie vom Nationalpark Bayerischer Wald befürwortet und unterstützt wird.

Es gibt zwei Arten des Staudenknöterichs: der Japanische und der Sachalin-Staudenknöterich. Die hochwachsenden Pflanzen überwuchern die heimische Flora und breiten sich meist über den Transport von Wurzelstücken oder Stängelteilen besonders bei Hochwasser aus. Sie entstehen aber auch in Gartenabfällen und durch Aushub. Der bevorzugte Standort sind Fließgewässer.

Etwa 20 einheimische Pflanzenarten, unter anderen die Kratzdistel, Wermut, Frauenfarn, Beinwell und die drei Nesselarten Brennnessel, Gold- und Taubnessel sind wieder zu finden. Bei dem Ortstermin im Regental lobte Landrat Heinz Wölfl die Ausrottungsaktion: „ Auf Schritt und Tritt sichtbar: Die einheimische Vegetation kommt zurück. Die Mäharbeiten bleiben eine Daueraufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. Eine lobenswerte Gemeinschaftsaktion!“

Daran beteiligt ist - neben der Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein - der Naturpark Bayerischer Wald als Träger der Aktion (Alois Hofmann), der Nationalpark Bayerischer Wald (Revierleiter Karl-Heinz Englmaier), der Vorsitzende des Naturschutzbeirates im Bayerischen Wald-Verein (Georg Jungwirth), , der zweite Vorsitzende des Bayerischen Wald-Vereins, (Alfred Resch) der Geschäftsführende Vorsitzende des Bayerischen Wald-Vereins, (Georg Pletl) die untere Naturschutzbehörde (Monika Knauf-Schöllhorn).

Heinz Wölfl und die Mit-Wanderer lobten allesamt die Helferinnen und Helfer des Wald-Vereins und bekundeten Respekt vor der „Plackerei“ des Abmähens. Mitstreiter werden gesucht: Zum Beispiel die Fischereivereine, die sich an Mähaktionen beteiligen könnten. Das Aushacken mit einem Teil der Wurzel ist zwar arbeitsintensiv, erreicht aber die besten Ergebnisse. Auf der Regeninsel konnte der Staudenknöterich auf dem sandig-kiesigen Boden vom Wald-Vereins-Mitglied Xaver Raith nachhaltig völlig ausgerottet werden. Günther Hannes machte in seinem eigenen Garten Kompostierungsversuche und stellte fest, dass man die Haufen des Schnittgutes am besten in den Sommermonaten der Sonne aussetzt, damit das Pflanzenmaterial schnell verrotten kann und nicht erneut austreibt. Die Pflanzen sollten in der Hauptwachstumszeit Mai und Juni spätestens alle 14 Tage geschnitten werden. Die Aktion muss bis in den September hinein betrieben werden. Günther Hannes zog die Bilanz der Umwelt-Aktion: „Sehr aufwändig, aber notwendig.“

Auskünfte erteilen Günther Hannes, Telefon 09922-6473 oder Georg Jungwirth unter der Telefonnummer 08509-1843. E-mail-Adresse: georg.jungwirth@t-online.de

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