Immer Anfang Januar startet die Sektion-Lindberg-Falkenstein des Bayerischen Wald-Vereins eine Fackelwanderung durch die Gemeinde Lindberg. Mit anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Musik in einem Lindberger Wirtshaus. Mehr als 30 Teilnehmer waren diesmal mit dabei.
Von Norbert Schreiber/Roman Eder
Konnte gut sein, dass bei der Schlossweihnacht in Buchenau, der Nikolaus, der Krampus und das Christkind gleichzeitig zwischen den hohen Bäumen neugierig hervorlugen, weil die Attraktivität des Weihnachtsmarktes in Buchenau sich nicht nur auf der Erden, sondern auch schon im Himmel herumgesprochen haben soll. Es gab keine Augenzeugen. Die Stille, die vom Schnee verzauberte Parklandschaft, das Ruhigere, die märchenhaften Eindrücke standen in Buchenau im Mittelpunkt. Dazu das weiße Schloss hell erleuchtet, der Schein von hundert Kerzen schaffte eine heimelige Atmosphäre, Laternen und Lichtpyramiden, die glänzenden Glaskugeln und die vielen kleinen Feuer im Park locken die Besucher ins schneeverschneite Schloss.
Mitglieder des Förderkreises hatten zuvor wieder unzählige Stunden in eine bezaubernde Dekoration mit Gestecken, Kränzen und im Kerzenlicht funkelnde Eisskulpturen investiert. Stimmungsvolle Musik kam auch in diesem Jahr wieder aus der Drehorgel von Raphael Dives. Da drehte auch der Schneewalzer eine Runde
Der Weg entlang der oberen Schlossmauer führte unter den verschneiten hohen Bäumen mit ihren frostigen Zauberästen zu der von Susanne Zuda in großen, beleuchteten Bildern gestalteten
Weihnachtsgeschichte und zum alten Bienenhaus, das an das Hexenhäuschen aus „Hänsel und Gretel“ erinnert. Am Übergang zu den Streuobstwiesen grüßte der wiedererrichtete, hell erleuchtete, historische
Teepavillon die Besucher.
Im heimeligen Palmenhaus ging Sepp Krottenthaler seiner Arbeit als Holzschnitzer nach, und einige seiner Werke konnte man auch kaufen, auch selbstgestrickte Puppenfiguren, Weihnachtskarten, Schmuck
und Winterbekleidung mit Naturmotiven erwerben. Alle Räume und der Außenbereich waren stimmungsvoll weihnachtlich dekoriert, und Kinder konnten wieder gemeinsam mit der Familienmusik
Krottenthaler altbekannte Weihnachtslieder anstimmen.
Auf den kulinarischen Aspekt der Schlossweihnacht legten die Mitglieder des Förderkreises erneut viel Wert, weil sie sich einerseits dem Vermächtnis der großen und populären Kochbuchautorin Erna Horn, die 40 Jahre lang hier gelebt und gearbeitet hat, verpflichtet fühlten und andererseits in der Wiederbelebung dieser Tradition auch die Zukunft von Schloss Buchenau liegt. So wurden bis auf die Bratwürste alle Speisen und Getränke in der Schlossküche selbst zubereitet. Und das Fleisch für die Würste stammte von den Schwäbisch-Hällischen Schweinen des Biohofes Scherm.
Im Innenhof wurden an den zahlreichen Ständen traditionelle Schmankerl angeboten, wie man sie auf einem Adventsmarkt erwartet: Bratwürste, Stollen, Plätzchen, Punsch mit und ohne Alkohol, dazu
Waffeln und Crepes mit verschiedenen Füllungen und eine deftige, kurz gewürzte ungarisch-scharfe Gulaschsuppe aus einem Kessel über offenem Feuer in der Mitte des Platzes. Mit geschmackvollem
Brot gereicht.
Bei den Hütten an der alten Kegelbahn konnten die Besucher Wurstvariationen wie „Bosna“, „Regensburger mit allem“ und Krautsemmeln mit Bratwürsten genießen, aber auch Buchenauer Spezialitäten wie süß
oder pikant gefüllte Kartoffelmaultaschen oder eine Maronisuppe. Dazu wurden - wie auch am Waffelstand im Innenhof - besondere Getränke-Spezialitäten angeboten. Und wer noch nicht genug Tassen im
Schrank hatte, konnte gepunktete Keramik mit nach Hause tragen. Die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit hat geklappt, die Feiertage können kommen.
Fotos Regina Lämmel
Fotos: Anette Nigl
Lindberg. Welche kulturelle Bedeutung die Perlen im Waldmeer nicht nur für die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald haben, sondern auch für die Bevölkerung, wurde jüngst beim Schachtenpflegetag deutlich, der vom Bayerischen Wald-Verein in Zusammenarbeit mit dem Schutzgebiet organisiert worden ist. An die 100 freiwilligen Helfer, Waldführer, Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr und Mitarbeiter des Nationalparks waren mit Freischneidern und Motorsägen im Einsatz, um die ehemaligen Waldweiden vom Bewuchs zu befreien und so wertvolle Lebensräume für seltene Arten zu erhalten.
Die Wochen zuvor war Tobias Windmaißer, im Nationalpark zuständig für Naturschutz, auf den Schachten unterwegs, hat markiert, welche Bäume gefällt werden müssen und welche nicht. „Alles darf nicht weg“, erklärt der Nationalparkmitarbeiter. „Wir denken auch an die Zukunft und wollen einigen Ahornen oder Buchen die Chance geben, wieder zu alten, dicken Schachtenbäumen heranzuwachsen.“
Dass das Zusammenspiel mit den Freiwilligen hervorragend funktioniert, davon konnte sich am Schachtenpflegetag auch Nationalparkleiterin Ursula Schuster ein Bild machen. Über die Jahre hinweg sind Traditionen entstanden, welche Gruppe an welchem Schachten arbeitet. So war die Bergwachtbereitschaft Zwiesel am Ruckowitzschachten im Einsatz, die Wald-Vereinssektionen Lindberg-Falkenstein und Passau am Albrechtschachten, die Sektion Mitterfels am Rindlschachten und die Sektion Regen am Jährlingsschachten. „Dieses Vorgehen hat sich bewährt“, sagt Ursula Schuster. „Man merkt, dass die Helfer richtige Experten sind, wenn es darum geht, welche Arbeiten auf ihrem Schachten zu erledigen sind und dass sie auch schon an das nächste Jahr denken.“
Ein Augenmerk lag heuer auf dem Albrechtschachten. Hier wurde neben der üblichen Pflege auch eine Zauntrasse freigeschnitten. „Wenn alles nach Plan verläuft, dann haben wir vor, unsere Rinder im kommenden Frühjahr hier weiden zu lassen, nachdem sie auf dem Ruckowitzschachten waren und bevor sie auf den Hochschachten kommen“, erklärt Tobias Windmaißer.
Doch nicht nur die schweißtreibende Arbeit stand an diesem Tag im Mittelpunkt. Im Anschluss waren alle Helferinnen und Helfer zum traditionellen Grillfest am Schachtenhaus eingeladen. Für Musik sorgten „De drei Oidn“ mit Knopfharmonie, Gitarre und Tuba. Die Mitglieder der Sektion Lindberg-Falkenstein waren für den Aufbau, den Grill und die Verteilung der Brotzeiten auf den einzelnen Schachten verantwortlich, die Sektion Regen kümmerte sich um Kaffee und Kuchen. Ursula Schuster nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz herzlich zu bedanken. „Ohne Sie alle könnten wir unsere Perlen im Waldmeer nicht erhalten. Es ist ein schönes Zusammenwirken, das wir hier einmal im Jahr erleben und es zeigt, dass wir eng zusammengewachsen sind und zusammengehören.“
Dem konnte sich auch Markus Kerner, geschäftsführender Vorsitzender des Bayerischen Wald-Vereins, anschließen. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark und dem Bayerischen Wald-Verein funktioniert seit Jahren sehr gut und ich habe den Eindruck, dass es immer besser wird.“ Es sei beeindruckend, was an dem Tag geleistet werden konnte. Lob für den Einsatz und für die Organisation gab es auch von Lukas Maier, Vorsitzender des Naturschutzbeirates des Wald-Vereins, und von Eugen Stadler, dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Lindberg. Die Schachtenpflegeaktion sei nicht nur als Aufgabe in der Satzung des Wald-Vereins verankert, damit bewahre man auch die Identität des Vereins.
Nachdem der Schachtenpflegetag, der normalerweise am dritten Wochenende im September stattfindet, heuer aus terminlichen Gründen eine Woche vorverlegt werden musste, waren der Bürgerverein Buchenau und die Pfadfinder Viechtach entschuldigt. Die beiden Gruppen waren im vergangenen Jahr am Lindberger Schachten im Einsatz.
Pressemitteilung Nationalpark Bayerischer Wald
Quelle: Passauer Neue Presse Lokalredaktion ZWIESEL
Günther Hannes dankt und verspricht auch weiter Unterstützung für den Verein
Norbert Schreiber hielt die Laudatio auf Günther Hannes, der 28 Jahre den Verein führte
Ohne Assistenz geht es nicht
Ständig erneuert der Trupp der Sektion die Sitzbänke, um neue Sichtweisen zu ermöglichen
Der Hörfunktechniker Hans-Werner Neumann greift in seiner Freizeit gerne zur Kamera statt zum Studiomikrofon und fotografiert die Welt der Vögel. Dankenswerterweise erlaubt er dem Bayerischen Wald-Verein die Fotos hier ins Netz zu stellen. Wir ergänzen um einige Informationen und vielleicht findet das eine oder andere Mitglied den Vogel auch in der Natur. Bilder aus unserer Umwelt und Natur von unseren Vereinsmitgliedern veröffentlichen wir gerne.
Einfach mailen an Norbert Schreiber. Mailadresse: nlschreiber@t-online.de
c. Werner Neumann
Die Grauammer wird bei uns leider immer seltener. Intensive Landwirtschaft und der Rückgang ihres Lebensraumes verdrängen sie immer mehr. Die Grauammer sieht eher unauffällig aus, ihren Gesang lässt sie dafür umso lauter aus exponierter Lage ertönen. Der graubraune Vogel treibt sich heimlich herum, über Brut- und Zugverhalten weiß man nach wie vor nicht allzu viel.
Quelle https://www.nabu.de/
Isarauen und der Isarmündung waren unser Ziel. Eine wirklich interessante Tour, die sehr viel Spaß gemacht hat. Günther Maier, der unserer Sektion angehört und in Plattling wohnt, hat zusammen mit Max Straub die Wanderung ""über den Tellerrand" (sprich Bayerwald) hinaus organisiert. Dafür gebührt ihnen ein ganz herzlicher Dank.
Aus der Bauernküche einfache und kulinarische Gerichte - gesammelt und notiert von den Frauen der Gemeinde Lindberg - Herausgeber: Arbeitskreis Kultur und Brauchtum im Arbeitskreis Landwirtschaft -Redaktion Gerti Menigat - Neuerscheinung ist jetzt zu bekommen bei der Gemeinde-Guten Appetit
Lindbergmühle. Zahlreiche Menschen aus der Ukraine, vor allem Frauen und Kinder, sind vor dem vor dem russischen Angriffskrieg aus ihrer Heimat geflohen. Auch im Landkreis Regen leben viele Flüchtlinge, die zwar jetzt in Sicherheit, aber zugleich oft in großer Sorge um Angehörigen sind. Die Kinder leiden am meisten, sie haben ihre Väter zurückgelassen und müssen in einem fremden Land zurechtkommen. Speziell ihnen wollte die Sektion Lindberg-Falkenstein des Wald-Vereins am vergangenen Wochenende eine Freude bereiten – und das ist gelungen.
Die Wald-Vereinler veranstalteten für die ukrainischen Mädchen und Buben einen Kindertag mit einem bunten Reigen an gemeinsamen Aktionen. Höhepunkt des Tages war das Schmücken und Aufstellen eines bayerisch-ukrainischen Maibaumes. Sogar die Bürgermeister aus Lindberg, Zwiesel und Regen unterstützten die Veranstaltung.
Norbert Schreiber aus Spiegelhütte engagiert sich, wie viele andere auch, in der Ukrainehilfe und kennt die Nöte der Familien. Er überlegte was er für die Kinder tun könnte, um sie ein bisschen aufzuheitern. Das Ergebnis war ein Kindertag mit einem abwechslungsreichen und fröhlichen Programm.
Dazu braucht es freilich viele Helfer, wie die Flüchtlingsbetreuerin Mariia Acanfora, die mit den Kommunen das Gespräch suchte und Einladungen über die Schulen regelte. Und natürlich brauchte es die Waldvereinssektion Lindberg-Falkenstein, die bei solchen Aktionen immer ein verlässlicher Partner ist.
Nach der Ankunft der Familien auf dem Vereinsgelände in Lindbergmühle durften die Kinder mit Jugendleiterin Sonja Steiner Traumfänger und Bilder mit Naturmaterialien basteln. Auch die Mütter beteiligten sich und alle hatten sichtlich Freude an ihren geschaffenen Arbeiten. Nachdem man sich Bratwurstsemmeln hatte schmecken lassen, war es an der Zeit, den Maibaum abzuholen.
Hermann Ganserer aus Oberlindbergmühle hatte den Baum gestiftet und transportierte ihn auch noch mit dem Bulldog zum Vereinshüttl. Begleitet wurde er von der Kindertanzgruppe des Heimatvereins
Lindberg und dem Musikerduo „Mich und Herm“. Die Kinder durften die Kränze und den Gipfel des Maibaums mit bunten Bändern und gemalten Schildern schmücken.
Bevor der Baum aufgestellt wurde, begrüßte Sektionsvorsitzender Günther Hannes neben den zahlreichen Gästen besonders den Lindberger Bürgermeister Gerd Lorenz und seinen Amtskollegen Karl-Heinz
Eppinger aus Zwiesel. Hannes dankte Mariia Acanfora, die übersetzte, und allen, die zum Gelingen des Tages beitrugen. Er erklärte den Gästen das Brauchtum des Maibaumaufstellens und meinte: „Unser
bayerisch-ukrainischer Maibaum soll für Frieden und Freiheit auf der ganzen Welt stehen. Die bunten Bänder zeigen die Vielfalt der Völker und den Wunsch, dass alle ohne Angst leben
können.“
Bürgermeister Gerd Lorenz hieß die Familien ebenfalls herzlich willkommen. Der Maibaum sei ein Zeichen für Freude und ein Willkommensgruß an den Frühling. „Mit dieser Veranstaltung soll den
ukrainischen Familien ein kleines Stück bayerischer Tradition vermittelt werden“, sagte Lorenz. Er dankte Günther Hannes und Norbert Schreiber sowie allen Unterstützern für diese tolle
Aktion.
„Wir haben die Veranstaltung gerne unterstützt, genauso wie die Kollegen aus Regen und Lindberg“, betonte Zwiesels Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger. Es sei für den Frieden in Europa wichtig, dass
sich bayerische und ukrainische Kinder kennenlernen und miteinander spielen.
Danach tanzte die Kindertanzgruppe des Heimatvereins Lindberg und erhielt viel Beifall. Mit vereinten Kräften brachten die Männer den Maibaum schließlich in die Senkrechte, unterstützt von den beiden Bürgermeistern. Mit einem Elfmeterschießen sowie einem Lagerfeuer bei dem die Kinder Würstel am Steckerl grillten, ging der Nachmittag zu Ende. Bevor die Familien den Bus bestiegen, sangen die Kinder als Dank für den schönen Tag ukrainische Lieder aus ihrer Heimat.
Bericht: Gerti Menigat in der PNP