Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein
Bayerischer Wald-Verein Sektion Lindberg-Falkenstein

Generalversammlung 2017

Bayer. Wald-Verein, Sektion Lindberg-Falkenstein

 

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2017

 

Wald-Verein wächst und gedeiht

Goldene Ehrennadel für drei verdiente Mitglieder der Vorstandschaft

 

Wohltuend harmonisch ist die Jahreshauptversammlung der Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein abgelaufen. Kein Wunder, denn die Woid-Vereinsmusi sowie die Woid-Vereins-Ariensänger Lindberg waren für ihre musikalischen Einsätze im Wechsel der Tagesordnungspunkte stets parat. Auch das Gedenken der verstorbenen Mitglieder wurde durch die Musiker würdevoll mit „Ich hatt` einen Kameraden“ untermalt.

In seinem Grußwort stellte 2. Bürgermeister Hermann Kastl ein paar Merkmale der Lindberger Sektion heraus, die der Gemeinde, der Schule und auch der Kirche zu Gute kämen. Vor allem die vielen Ruhebänke, die kostenlos vom Verein aufgestellt werden, die aktive Begleitung des Ferienprogramms der Gemeinde, die Verleihung des Lindberger Waldheimat-Preises, die Mitgestaltung des Schulgartens, das Zimmern von Insektenhotels und Nistkästen und die Unterstützung der Kirche über die „Vorweihnacht im Woid“. Die mannigfachen Unternehmungen für die Bevölkerung seien vorbildlich und ein Gemeindeleben ohne die Wald-Vereins-Sektion Lindberg-Falkenstein nicht mehr vorstellbar.

Georg Pletl, 1. Geschf. Vorsitzender des Bayer. Wald-Vereins, wollte sich den Lobesworten des Vorredners im Wesentlichen anschließen, betont aber, dass die Lindberger Sektion durch ihre Aktivitäten und die besonderen Veranstaltungen besticht. Er hatte für den Verein ein ganz besonderes Geschenk dabei: das neue Landkreis-Buch.

 

Extra begrüßen konnte Günther Hannes auch die Gemeinderäte Eugen Stadler und Kurt Hackl, den Vorsitzenden der „Bürgerbewegung zum Schutz des Bayerischen Waldes“, Hubert Demmelbauer, den Vorsitzenden des Fördervereins Bauernhausmuseum Lindberg, Josef Winter, sowie die weit gereisten Mitglieder aus Frankfurt und Aschaffenburg. Weil es gerade so schön zutraf, wurde Roland Materna aus Vilshofen gleich zu seinem 70. Geburtstag gratuliert und mit einem Geschenk bedacht.

 

In seinem Bericht wollte der Vorsitzende nicht auf die knapp 50 Veranstaltungen im Vereinsjahr eingehen, sondern die 57 Besucher von den mannigfachen Aktivitäten informieren, die sozusagen „hinter den Kulissen“ abgelaufen sind und so manche fest auf Trab gehalten haben. Wie die Knöterichbekämpfung am Regenfluss, von Bayer. Eisenstein bis Ludwigsthal, wozu 159 Arbeitsstunden nötig waren und dazu noch die umfangreiche bürokratische Abwicklung kommt. Von der Vorstandschaft wurde bemängelt, so der Vorsitzende, dass seit 2 Jahren ein „Sonderbeitrag für Projektverwaltung“ von dem Zuschuss des Bezirks Niederbayern abgezogen wird.

 

Der Verein hat an besonderen Plätzen sowie an Spazier- und Wanderwegen 44 Ruhebänke platziert, die auch betreut werden müssen. Der Bau kostet viel Zeit, muss in mehreren Etappen geschehen und wird mit der jährlich anberaumten Ruhebank-Aktion abgeschlossen. Jede der 10 – 15 pro Jahr angefertigten Bänke belastet die Vereinskasse mit gut 70 Euro.

 

Ein großartiger Erfolg ist in der Mitgliederwerbung zu verzeichnen. So konnten im Vorjahr 87 neue Mitglieder begrüßt werden (davon 31 aus der Sonderaktion heraus), und heuer sind es bereits wieder 13 Personen. Bis Jahresmitte sollte die Sektion die 500er-Marke überschritten haben.

 

Der Verein zeigt Präsenz in vielerlei Facetten: Der Internetauftritt ist dank Norbert Schreiber stets auf dem neuesten Stand, der ständige Kontakt zum Vereinsmitglied wird gepflegt in der Verteilung des Vierteljahresprogrammes und der Zeitschrift „Der Bayerwald“ oder durch den Besuch bei runden Geburtstagen.

 

Der Aufgabenbereich „Kultur“ äußert sich in vielerlei Veranstaltungen, wie auch Kulturreferent Sepp Lohr berichtet hat. Ein besonderes Anliegen ist hier dem Verein, den Ariengsang im Bayerischen Wald zu erhalten. Dazu wird die Bevölkerung in monatlichem Rhythmus ins Vereinshüttl eingeladen bzw. am 2. Sonntag im Oktober zum „Ari`ntag am Arber“. Dass die Bayerwaldkultur auch über die Grenzen unserer Region hinausgetragen wird, dafür sorgen die „Woid-Vereins-Ariensänger Lindberg“, die sich der traditionellen, bodenständigen Musik verschrieben haben, aber auch die Woid-Vereinsmusi.

Kulturgüter wie unsere Schachten zu pflegen, um sie kommenden Generationen zu erhalten, ist dem Verein eine Verpflichtung. In einer groß angelegten Aktion des Bayerischen Wald-Vereins hat auch hier die Sektion Lindberg-Falkenstein umfangreiche Sonderaufgaben zu erfüllen.

 

Das Lager- und Arbeitsgebäude in Lindbergmühle wird von Erhard Ganserer vorzüglich in Schuss gehalten. Im vergangenen Jahr hat sich die Vorstandschaft zu einer Dacherweiterung nach Osten durchringen müssen, damit sowohl die ständig anfallenden Arbeiten wie auch das Ferienprogramm unabhängig vom Wetter durchgeführt werden können. Für die künftigen Ruhebank-Aktionen stehen jetzt wieder 6 qm eingelagerte Douglasienbohlen zur Verfügung und für die Naturschreinerei Fichtenbretter und –kantel.

 

Auch ein Beschluss musste gefasst werden. Auf der Weihnachtsfeier durften 115 Besucher begrüßt werden. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde beschlossen, das Weihnachtsessen dazu weiterhin aus der Vereinskasse zu bezahlen, aber die Tombola-Geldgewinne wegzulassen.

 

In einer kurzen Vorausschau kündigte der Vorsitzende an, dass sich die Sektion Lindberg-Falkenstein dem Aufruf des Deutschen Wanderverbandes anschließen und am 14. Mai (Muttertag) den „Tag des Wanderns 2017“ mitgestalten wird, und zwar mit der Wanderung an der Widra. Auch von der Absicht einiger Damen im Verein, die eine Frauengruppe begründen wollen, wurde berichtet. Genaueres sollte erst aus der Regionalpresse zu erfahren sein.

 

In den Berichten des Kulturreferenten, der Schriftführerin und der Wanderführerin wurde auf spezielle Veranstaltungen näher eingegangen, von guten Besuchen auf Sitzungen, Wanderungen und anderen Unternehmungen informiert. Mitgliederverwalter Max Straub legte die offiziellen Zahlen auf den Tisch und gab bekannt, dass sich das Altersgefüge nicht wesentlich verändert hätte.

 

Schatzmeisterin Gabriele Raabe referierte über die markanten Kassenbewegungen, die vor allem im Hüttl-Anbau und den hohen Bürokosten gipfelten. Allerdings: Der Verein sei finanziell gut aufgestellt. Kassenprüfer Eugen Stadler bescheinigte der Schatzmeisterin eine sorgfältige, übersichtliche Kassenführung, die sich wiederum in der Aufmachung der Abschlussbroschüre zeigt. Es gab keine Beanstandungen. So konnte er der Mitgliederversammlung die Entlastung der Schatzmeisterin und des Vorstandes vorschlagen, die einstimmig beschlossen wurde.

 

Evi Hasenkopf wurde mit vielen Dankesworten, Applaus und einem Blumengesteck als Beisitzerin aus der Vorstandschaft verabschiedet. Peter Reißner, der schon seit vergangenem April im Gremium mitwirkt, wurde von der Mitgliederversammlung als Beisitzer bestätigt. Neu in der Vorstandschaft ist jetzt Karl Fath. Er wird sich erst einmal als Beisitzer einfügen.

 

Silvio Smaelen hat einen Antrag schriftlich eingereicht, in dem er „die ausnahmslose Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes auf Veranstaltungen“ fordert. Der Vorsitzende bat deshalb alle, beim Gartenfest darauf zu achten, dass auch bei geöffnetem Zelt nicht geraucht wird.

 

Ehrungen

Für 25-jährige Treue zum Verein wurden geehrt:

Anita und Reinhard Baierl, Heinz Baierl, Beate und Franz Bauer, Maria und Wilhelm Baumann, Carsten Clemens, Wolfgang Eckert, Brigitte und Richard Hofmann, Karl-Heinz Kapfhammer, Michael Ruderer, Gabriele und Thomas Weghofer, Georg Weinberger

 

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde drei Mitgliedern der Vorstandschaft zuteil.

In Dankbarkeit und in Anerkennung ihrer besonderen Dienste um den Bayerischen Wald-Verein und das Wohl unserer Waldheimat wurde ihnen die Goldene Ehrennadel des Bayerischen Wald-Vereins verliehen.

 

Josef Lohr, in der Vorstandschaft seit 28 Jahren als 2. Vorsitzender bzw. als Kulturreferent aktiv, hat sich gerade auch auf dem volksmusikalischen Sektor hohe Verdienste erworben. Die Woid-Vereinsmusi ist ihm zuzuschreiben, die Woid-Vereins-Ariensänger setzen auf ihn, er leitet den Ariengsang im Vereinshüttl, hat das „Sepp-Hackl-Archiv“ geordnet und digitalisiert, kümmert sich ums Vereinsarchiv. Ein Idealist vom Scheitel bis zur Sohle.

 

Maximilian Straub war 20 Jahre lang Schatzmeister und führt die Mitgliederverwaltung bis heute. Er hat aber auch Wanderungen und Expeditionen mit kulturhistorischen Inhalten organisiert und partnerschaftliche Beziehungen zu unseren tschechischen Nachbarn geknüpft. Er und seine Zither sind auf so mancher Veranstaltung unabdingbar.

 

Erhard Ganserer ist seit 1990 in der Vorstandschaft tätig und u. a. für das Vereinshüttl zuständig. Der Verein setzt auf ihn bei der Ruhebank-Aktion, beim Schreinern, Basteln, bei der Schachtenpflege-Aktion, allen Maßnahmen rund ums Lager- und Arbeitsgebäude. Seinem Idealismus ist es zu verdanken, dass die Sektion die vielen Maßnahmen finanziell schultern kann.

 

Mit dem Dank für all das Schöne und Gute, das die Mitglieder dem Verein haben zukommen lassen und den Wünschen für ein freundschaftliches, gedeihliches Miteinander weiterhin hat der Vorsitzende in einen gemütlichen Abend bei Musik und Gesang übergeleitet.

 

Generalversammlung 2016

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